BPOLI MD: 34-Jähriger begibt sich in Lebensgefahr – unkooperatives Verhalten spitzt sich zu

Am Mittwoch, den 25. März 2026 wurde das Bundespolizeirevier Halle (Saale) um 23:00 Uhr über eine Person informiert, welche auf der Kupplung von einer S-Bahn mitgefahren sein soll und aktuell noch auf dieser verweilt. Achtsame Reisende in der Bahn bemerkten zuvor den Mann und teilten ihre Wahrnehmungen der Zugbegleiterin mit. Der relevante Zug blieb bis zum Eintreffen der Bundespolizei am Haltepunkt Steintorbrücke stehen. Die Beamten konnten jenen Mann im Bereich der Hauptstraße feststellen und kontrollieren. Der 34-Jährige führte keinerlei Ausweisdokumente mit sich. Demnach sollte er, zum Zwecke der zweifelsfreien Identitätsfeststellung, in das Dienstfahrzeug der Beamten einsteigen und zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof Halle (Saale) gebracht werden. Er verhielt sich den Beamten gegenüber unkooperativ, ignorierte ihre Weisungen, widersetzte sich und leistete erheblichen Widerstand. In der Folge musste er gefesselt werden. In der Dienststelle konnte seine Identität mittels Fingerabdruckscan festgestellt werden. Zudem wurde bekannt, dass sich der aus Eritrea Stammende seit diesem Monat unerlaubt im Bundesgebiet aufhält. Ein verständigter Rettungswagen und Notarzt konnte eine Fremd- sowie Eigengefährdung bei dem Mann ausschließen. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen nach dem Strafgesetzbuch und Aufenthaltsgesetz gegen ihn eingeleitet. Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass das unbefugte Betreten von Zügen oder Fahrzeugteilen lebensgefährlich ist und erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr haben kann. Die Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen kann. Die S-Bahn erhielt durch den Sachverhalt und den polizeilichen Einsatz eine Verspätung von insgesamt 24 Minuten. Rückfragen bitte an: Bundespolizeiinspektion Magdeburg Telefon: +49 (0) 391-56549-505 E-Mail: bpoli.magdeburg.oea@polizei.bund.de X: @bpol_pir