Soko Innenstadt entwickelt sich weiter
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SR/Bielefeld - Die Soko Innenstadt der Bielefelder Polizei, die sich seit Oktober 2024 intensiv um die objektive und gefühlte Sicherheit in der Bielefelder Innenstadt kümmert, organisiert sich neu.
Stellvertretender Polizeipräsident Wolfgang Niewald:
"Unser Ziel, in der Bielefelder Innenstadt die Ausbreitung der Drogenszene zu reduzieren und Straftaten zu verringern, ist für 2025 durch unsere Maßnahmen, insbesondere die der Soko Innenstadt, erreicht.
Wir verzeichneten im vergangenen Jahr rückläufige Fallzahlen bei der Gesamtzahl der erstatteten Strafanzeigen und deutliche Rückgänge bei der Straßen- und Gewaltkriminalität in der Bielefelder Innenstadt. Auch in den Innenstadträumen, auf die wir uns im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit der Stadt fokussiert haben, waren weniger Straftaten festzustellen. Darüber hinaus konnte die Szene der Cannabis-Händler vor allem am Kesselbrink, aber auch an der Stresemannstraße und entlang der Herforder Straße bis hoch an den Willy-Brand-Platz erheblich reduziert werden.
Auch wenn wir für 2025 positive Entwicklungen vermelden können, lassen wir nicht nach und entwickeln die Soko Innenstadt weiter:
Die Aufgabe, die Fallzahlen der Straßen- und Gewaltkriminalität in der Bielefelder Innenstadt langfristig zu senken und das Sicherheitsgefühl der Menschen zu stärken, stellt für die gesamte Bielefelder Polizei nach wie vor einen Schwerpunkt dar. Deshalb wird dafür, in gleichem Umfang wie bisher, extra Personal zur Verfügung stehen. Konkret sind dies 13 Kolleginnen und Kollegen, die sich ausschließlich um die Sicherheit in der Bielefelder Innenstadt kümmern.
Im ersten Schritt der Weiterentwicklung ergibt sich in den nächsten Wochen ein Wechsel in der Leitung der Soko. Im zweiten Schritt werden die Kolleginnen und Kollegen zum 1. September 2026 nicht mehr in einer Soko organisiert sein, sondern die uniformierten Kräfte in einer neuen Einheit in der Polizeiinspektion der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz und die Ermittler in einer Ermittlungsgruppe in dem für Betäubungsmittelkriminalität zuständigen Kriminalkommissariat 22 der Direktion Kriminalität.
Damit wird die Aufgabe nachhaltig organisatorisch verankert und nicht mehr "nur" einer befristet angelegten Soko zugeordnet. Dies ist ein wichtiger und guter Schritt für noch mehr Sicherheit in Bielefeld."
Wechsel der Leitung der Soko
Der bisherige Soko-Leiter, Erster Kriminalhauptkommissar Lars Lorenz, wechselt in ein Kriminalkommissariat, dessen Leitung er übernimmt.
Seine Nachfolge tritt eine Doppelspitze an. Daniel Görmann und Michael Samaan sind die neuen Gesichter der Soko.
Polizeihauptkommissar Daniel Görmann, der aktuell eine Führungsfunktion in der Bereitschaftspolizei/Hundertschaft innehat, leitet die operative Einheit.
Er ist seit langem in verschiedenen operativen Einheiten der Polizei tätig und hat Erfahrungen im Umgang mit Einsätzen zur Gefahrenabwehr und Kriminalitätsbekämpfung.
Auf Seiten der Kriminalpolizei leitet Kriminalhauptkommissar Michael Samaan das Team aus Ermittlern. Er arbeitet im Kriminalkommissariat 22 und verfügt über Erfahrungen unter anderem im Bereich Rauschgift- und Waffendelikte.
Daniel Görmann und Michael Samaan zur neuen Aufgabe:
"Die Soko hat in der Innenstadt eine Menge bewegt. Diese gute Arbeit möchten wir fortsetzen und auf aktuelle Gegebenheiten anpassen. Wir freuen uns darauf, unsere Erfahrungen einzubringen und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen die positiven Entwicklungen in der Stadt zu verfestigen. Die Menschen werden uns in Bielefeld weiterhin auf der Straße wahrnehmen. Den Szeneangehörigen und insbesondere den Kriminellen werden wir auf den Füßen stehen."
Die enge Zusammenarbeit und der direkte Austausch von operativen Kräften und Ermittlern sowie das Bündeln von Zuständigkeiten und Erfahrungswissen und das Ausschöpfen aller vorhandener rechtlicher Mittel hatte sich bei der Soko zuletzt sehr bewährt. Dieses direktionsübergreifende Zusammenwirken, wie auch der kurze Draht zur Staatsanwaltschaft und den zuständigen Ämtern der Stadt, wird daher - auch über den 1. September hinaus - fortgesetzt.
Zahlen und Daten 2025
Die Gesamtzahl der erstatteten Strafanzeigen im Bereich der Bielefelder Innenstadt sank im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich um -22,45 Prozent.
Gewaltkriminalität erfuhr im Bereich der Bielefelder Innenstadt in 2025 einen deutlichen Rückgang von -35 Prozent, Straßenkriminalität ebenfalls deutlich um -24,28 Prozent.
Im Bereich des Jahnplatzes sank die Gesamtzahl der insgesamt angezeigten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr deutlich um -30,04 Prozent, im Bereich um die "Tüte" leicht um -4,35 Prozent und im Bereich des Kesselbrinks deutlich um -31,3 Prozent.
Ordnungsrechtliche und strafprozessuale Maßnahmen, aber auch der konsequente und permanente Kontrolldruck, führten zu einer spürbaren Abwanderung von Szeneangehörigen.
Die Polizei Bielefeld wird mit verschiedenen Maßnahmen beständig deutlich machen, dass regelwidriges Verhalten nirgendwo in der Stadt geduldet und konsequent dagegen vorgegangen wird.
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