Remote-Job gesucht – Geld verloren

Nicht nur ältere Menschen geraten ins Visier von Online-Betrügern - auch junge Erwachsene sind zunehmend betroffen. So erging es einer 24-jährigen Frau aus Hamm in der vergangenen Woche. Die Geschädigte war am Dienstag, 24. März, über eine Werbeanzeige auf Instagram auf ein vermeintliches Angebot für einen Remote-Job aufmerksam geworden. Nachdem sie auf die Anzeige geklickt hatte, nahmen die Täter zunächst über WhatsApp und anschließend über den Messenger-Dienst Telegram Kontakt zu ihr auf. Unter dem Vorwand eines lukrativen Geschäftsmodells wurde die junge Frau in den kommenden zwei Tagen dazu gebracht, Geld zu investieren. Die Betrüger täuschten vor, die eingezahlten Beträge gewinnbringend zu vermehren. Schritt für Schritt wurde die Geschädigte unter direkter Anleitung dazu gebracht, weitere Zahlungen zu leisten. Als die versprochenen Rückzahlungen ausblieben und stattdessen immer neue Einzahlungen gefordert wurden, erhärtete sich bei ihr der Betrugsverdacht. Insgesamt verlor die 24-Jährige einen Betrag im unteren vierstelligen Bereich. Die Polizei Hamm warnt eindringlich: Online-Betrug ist längst kein reines Seniorenproblem mehr. Menschen aller Altersgruppen können betroffen sein - wenn auch auf unterschiedliche Weise. Wer glaubt, selbst nicht Opfer werden zu können, unterschätzt häufig die Professionalität der Täter. Die Polizei rät: - Seien Sie grundsätzlich misstrauisch gegenüber Angeboten aus dem Internet. - Lassen Sie sich nicht von professionell gestalteten Werbeanzeigen oder Nachrichten täuschen. - Hohe Renditeversprechen sind ein deutliches Warnsignal. - Überweisen Sie kein Geld an unbekannte Bankverbindungen. - Prüfen Sie Anbieter sorgfältig, etwa über die Unternehmensdatenbank der BaFin. - Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. - Ziehen Sie im Zweifel Verbraucherzentralen oder spezialisierte Rechtsanwälte hinzu , um Angebote überprüfen zu lassen. - Bleiben Sie skeptisch bei unrealistischen Gewinnversprechen.Die Polizei appelliert: Informieren Sie sich und sprechen Sie auch im persönlichen Umfeld über Betrugsmaschen - Aufklärung ist der beste Schutz. (bf) Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Hamm Pressestelle Polizei Hamm Telefon: 02381 916-1006 E-Mail: pressestelle.hamm@polizei.nrw.de