Bundespolizeidirektion München: Betriebsstörung am Münchner Hauptbahnhof // 56-Jähriger zieht im ICE die Notbremse

In der Nacht auf Montag (5. April) hat ein 56-Jähriger vor dem Hauptbahnhof München die Notbremse eines Schnellzuges gezogen. Er öffnete anschließend die Zugtür und begab sich in den Gleisbereich. Dadurch kam es zu einer längeren Sperrung der Gleise und zu einer erheblichen Betriebsstörung. Gegen 23:20 Uhr hat ein 56-jähriger Deutscher kurz vor der Einfahrt am Münchner Hauptbahnhof die Notbremse des ICE 2845 gezogen. Anschließend betätigte er die Notentriegelung einer Tür und begab sich in den Gleisbereich. Die Notfallleitstelle sperrte daraufhin sämtliche Gleise im Bereich zwischen dem Hauptbahnhof München und der Donnersbergerbrücke. Zudem erhielten alle dort verkehrenden Züge einen Nothalteauftrag. Die Notfallleitstelle alarmierte daraufhin die Bundespolizei. Bundespolizisten stellten den psychisch auffälligen Mann wenig später in der Nähe des Stellwerks an der Hackerbrücke fest. Da zunächst unklar war, ob sich nicht noch weitere Personen im Gefahrenbereich aufhielten, wurde die Gleissperrung noch bis 00:43 Uhr (7. April) aufrechterhalten. Zur weiteren Abklärung nahmen die Beamten den 56-Jährigen mit zur Wache in der Denisstraße. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,0 Promille. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der wohnsitzlose Mann die Dienststelle wieder verlassen. Gegen ihn wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen des Missbrauchs von Nothilfeeintrichtungen sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich und der damit einhergehenden betriebsstörenden Handlung eingeleitet. Durch den Vorfall kam es zu massiven Auswirkungen im Bahnbetrieb des Nah- und Fernverkehrs der Deutschen Bahn. Rückfragen bitte an: Tim Oberfrank Bundespolizeiinspektion München Denisstraße 1 - 80335 München Pressestelle Telefon: 089 515 550 ? 1105 E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg. Sie finden unsere Wache und unseren Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst in der Denisstraße 1, rund 500m fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof. Zudem gibt es Diensträume am Hauptbahnhof, in Pasing und Freising. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte Kontaktadresse oder unter sowie unter .