Aufmerksame Senioren durchschauen Betrugsversuche durch Schockanrufe – Polizei warnt eindringlich
Im Landkreis Rostock kam es am gestrigen Tag gleich zu zwei Betrugsversuchen durch sogenannte Schockanrufe, die der Polizei gemeldet wurden. In beiden Fällen reagierten die Betroffenen richtig, sodass kein finanzieller Schaden entstand.
Eine 83-jährige Frau aus Güstrow erhielt gegen 18 Uhr einen Anruf von einer ihr unbekannten Person. Während des Gesprächs wurde ihr mitgeteilt, ihre Tochter sei schwer erkrankt und dringend auf medizinische Hilfe angewiesen. Die dafür notwendigen Behandlungen können jedoch nur gegen eine Zahlung von 92.000 Euro erfolgen. Zudem erkundigte sich der Anrufer gezielt nach Schmuck und Wertgegenständen im Haushalt.
Die Seniorin erkannte den Betrugsversuch und beendete das Gespräch, ohne auf die Forderungen einzugehen.
Selbiger Vorfall ereignete sich im Bereich des Polizeireviers Sanitz. Auch hier wurde eine 90-jährige Frau von unbekannten Tätern mit der selben Masche kontaktiert. Die Angerufene durchschaute die Absichten der Betrüger rechtzeitig und legte auf.
Die Polizei nimmt diese Fälle zum Anlass, erneut und eindringlich vor der perfiden Betrugsmasche der sogenannten Schockanrufe zu warnen. Die Täter setzen gezielt auf Angst, Zeitdruck und emotionale Ausnahmesituationen, um ihre Opfer zu unüberlegten Handlungen zu bewegen.
Die Polizei rät daher:
Seien Sie besonders misstrauisch bei Anrufen, in denen angebliche Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Verwandte von Notfällen oder Unfällen berichten.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen - Betrüger drängen oft auf sofortige Entscheidungen.
Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten, Informationen zu Vermögenswerten oder Bargeld heraus.
Beenden Sie das Gespräch konsequent und legen Sie auf.
Kontaktieren Sie Angehörige oder die angeblich beteiligten Stellen selbst unter bekannten Rufnummern.
Informieren Sie im Zweifel umgehend die Polizei.
Die Polizei appelliert insbesondere an ältere Menschen und deren Angehörige, über diese Betrugsmasche zu sprechen und aufmerksam zu bleiben.
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Rostock
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Diana Schmicker
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