(KA) Stadt- und Landkreis Karlsruhe – 4. Aktionswoche der Prävention des Polizeipräsidiums mit dem Motto „Bekämpfung und Verhinderung von Straftaten zum Nachteil älterer Menschen“

Das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe legt auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Bekämpfung und Verhinderung von Straftaten zum Nachteil von Seniorinnen und Senioren. Mit mehreren Aktionen informieren wir im Rahmen der bereits 4. Aktionswoche in Folge auch dieses Jahr wieder die Zielgruppe der älteren Menschen zu unterschiedlichen Vorgehensweisen der meist aus dem Ausland agierenden Tätergruppierungen. Insgesamt erfasste das Polizeipräsidium Karlsruhe im vergangenen Jahr 51 Straftaten im Bereich "Enkeltrick/Falscher Polizeibeamter", ausgehend von Tätergruppen in Deutschland, von denen 19 vollendet wurden. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2024 stieg der Gesamtschaden bei dieser Betrugsform um knapp 600.000 Euro auf über 1,1 Millionen Euro an. Die Anzahl der Straftaten, ausgehend von Tätergruppierungen oder Einzeltätern aus dem Ausland, nahm zudem deutlich zu. Während im Vorjahr noch 389 Fälle verzeichnet wurden, stieg dieser Wert im Jahr 2025 auf 783 Fälle. Obwohl die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 für das Polizeipräsidium Karlsruhe mit 38.643 erfassten Straftaten den niedrigsten Stand der vergangenen 20 Jahre ausweist, bleibt die Kriminalität gegen ältere Menschen eine zentrale Herausforderung. Besonders im Bereich der Anrufstraftaten, wie dem "falschen Polizeibeamten" oder dem Schockanruf, ist die Wachsamkeit der Bürgerinnen und Bürger weiterhin gefordert. Gefahren lauern jedoch nicht nur am Telefon. Auch unterwegs und an der Haustür werden ältere Menschen gezielt von Kriminellen angesprochen. Mit schauspielerischem Talent schlüpfen die Täterinnen und Täter in verschiedene Rollen, um sich unter falschen Vorwänden Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen. Dabei gehen sie professionell vor und nutzen bewusst die Verunsicherung ihrer Opfer aus. Die Folgen dieser Taten sind für die Betroffenen oft tiefgreifend. Über den finanziellen Verlust hinaus wiegt die psychische Belastung schwer. Das Sicherheitsgefühl und die Lebensqualität der Betroffenen werden häufig nachhaltig erschüttert. Im Rahmen der Aktionswoche zur "Bekämpfung und Verhinderung von Straftaten zum Nachteil älterer Menschen", die vom 20. April bis zum 25. April 2026 andauert, werden die Bürgerinnen und Bürger im Stadt- und Landkreis Karlsruhe mit verschiedenen Präventionsaktionen, beispielsweise an Infoständen auf Wochenmärkten sowie in Bankfilialen, über Betrugsphänomene in der analogen und digitalen Welt informiert. Zudem führt das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe in zahlreichen Senioreneinrichtungen Vorträge zu den Themen Betrug, Diebstahl und Gefahren im Internet durch. Die Angebote richten sich aber nicht nur an Seniorinnen und Senioren, sondern auch an deren Angehörige und das soziale Umfeld. Die öffentlichen Infostände im Überblick: Mittwoch, 22.04.2026: 08:00 - 12:00 Uhr: Infostand, Karlsruhe, Stephanplatz, Wochenmarkt Samstag, 25.04.2026: 08:00 - 12:00 Uhr: Infostand, Bruchsal, Marktplatz, Wochenmarkt 10:00 - 15:00 Uhr: Infostand, Waghäusel-Wiesental, Hambrücker Landstraße 4, Parkplatz Einkaufszentrum Informationen und Termine zu den weiteren Aktionen und Vortragsveranstaltungen erhalten Medienvertreter, interessierte Einrichtungen und Bürger über das Referat Prävention per E-Mail an karlsruhe.pp.praevention@polizei.bwl.de oder telefonisch unter 0721 666-1201. Hinweis zu den Vorträgen: Das Referat Prävention bietet für Seniorinnen und Senioren, Seniorenvereine, Verbände und Institutionen im Stadt- und Landkreis ganzjährig Vortragsveranstaltungen zu den Themen "Betrug und Diebstahl am Telefon, an der Haustür oder unterwegs" und "Gefahren im Internet" an. Interessierte Personen können sich hierfür unter den genannten Kontaktdaten an das Referat Prävention wenden. Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Karlsruhe Telefon: 0721 666-1111 E-Mail: pressestelle.ka@polizei.bwl.de