Zahlungsaufforderungen im Zusammenhang mit falscher Anwaltskanzlei – die Polizei warnt
In den letzten zwei Wochen erhielten mehrere Menschen im Landkreis Vorpommern-Greifswald einen Brief mit dem Absender einer vermeintlichen Anwaltskanzlei aus Berlin.
In diesem stand, dass aufgrund eines angeblich abgeschlossenen und nicht rechtzeitig gekündigten Abonnements eine Zahlungsforderung bestünde. Zudem wurden weitere Kosten bei ausbleibender Zahlung angedroht. Eine konkrete Summe wurde jedoch nicht genannt.
Im weiteren Verlauf des Textes wurde den Empfängern der Briefe empfohlen, dass sie sich telefonisch mit der Kanzlei in Verbindung setzen sollen, um weitere Informationen zu erlangen.
Eine 23-Jährige sowie ein 34-Jähriger kontaktierten die vermeintliche Kanzlei telefonisch. Im Rahmen eines der Telefonate wurde eine konkrete Summe für die Zahlungsaufforderung benannt. Die 23-jährige Anruferin sollte 3.000 Euro an die Betrüger zahlen.
Doch nicht nur mittels Anschreiben wurden fingierte Anwaltskanzleien als Mittel zum Betrug genutzt.
Bereits am vergangenen Freitag, 10. April 2026, erhielt eine 85-Jährige aus dem Pasewalker Umland einen Anruf von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter. Dieser teilte ihr mit, dass sie 14.000 Euro Schulden habe und nun die Hälfte des Betrages an die Bank überweisen solle. Für weitere Informationen sollte sich die Dame an einen vermeintlichen Rechtsanwalt wenden, dessen Handynummer ihr am Telefon übermittelt wurde. Die Rentnerin kam dieser Aufforderung nach und wandte sich an den angeblichen Rechtsbeistand. Dieser erklärte ihr nun jedoch, dass sich die Summe ihrer Schulden weit höher ist und sie dementsprechend auch mehr zahlen müsse.
Nach dem Telefonat kontaktierte die 85-Jährige ihre Hausbank, um die Richtigkeit des Sachverhaltes zu prüfen. Ein tatsächlicher Mitarbeiter der Bank konnte ihr dann jedoch mitteilen, dass die vermeintlichen Schulden nicht existieren und sie kein Geld zahlen muss. In weiterer Folge wandte sich die Frau an die Polizei und erstattete Strafanzeige.
Da alle Geschädigten skeptisch waren und die Sachverhalte hinterfragten, kam es zu keinem finanziellen Schaden.
Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachtes des Betruges.
Kriminelle versuchen immer wieder Menschen unter einem Vorwand um ihr Geld zu bringen. Die Polizei rät daher:
- Seien Sie skeptisch! Recherchieren Sie nach Möglichkeit zu den
vermeintlichen Kanzleien oder Anwälten. In vielen Fällen sind diese
nicht existent. - Geben Sie keine sensiblen Daten preis! - Seien Sie misstrauisch, wenn ihnen der geschilderte Sachverhalt
suspekt vorkommt. - Wenden Sie sich unter der Ihnen bekannten Nummer an Ihre Bank,
um angebliche Forderungen zu prüfen. Banken sind für entsprechende
Betrugsmaschen sensibilisiert. - Wenden Sie sich an Angehörige oder Vertrauenspersonen bevor Sie
Zahlungen leisten. - Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Polizei.Rückfragen bitte an:
Für Medienvertreter:
Kimberly Schätzchen
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