Seniorin Opfer von Schockanruf – Goldschmuck an Betrüger übergeben
Am Telefon wurde eine Seniorin mit einer erfundenen Notlage massiv unter Druck gesetzt und so zur Übergabe von Wertgegenständen an eine unbekannte Person verleitet.
Am Donnerstag, den 16. April, kam es gegen 20.34 Uhr in Kall zu einem erfolgreichen Betrug im Zusammenhang mit einem sogenannten Schockanruf.
Gegen 16 Uhr wurde eine Seniorin telefonisch kontaktiert. Eine weinerliche Stimme teilte ihr mit, sie habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Frau ums Leben gekommen sei. Im weiteren Verlauf wurde ihr mitgeteilt, die Staatsanwaltschaft fordere eine hohe Kaution zur Abwendung einer angeblichen Untersuchungshaft.
Im Gespräch wurde die Seniorin zudem nach Wertgegenständen in ihrem Haushalt gefragt. In der Folge wurde vereinbart, dass vorhandener Goldschmuck im Wohnhaus der Geschädigten abgeholt werde.
Zwischen 18 Uhr und 18.30 Uhr erschien eine bislang unbekannte Person an der Wohnanschrift der Seniorin und nahm den bereitgelegten Goldschmuck in Empfang. Der Unbekannte entfernte sich anschließend in unbekannte Richtung.
Die Person kann wie folgt beschrieben werden: männlich, etwa 1,70 Meter groß, gräuliche Hautfarbe, Glatze. Die Person sprach nicht.
Die Polizei Euskirchen weist in diesem Zusammenhang erneut ausdrücklich auf die aktuell vermehrt auftretenden Betrugsmaschen hin und gibt folgende Warnhinweise:
- Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
- Die Polizei oder Staatsanwaltschaft fordert niemals telefonisch die Zahlung einer Kaution oder die Herausgabe von Vermögenswerten.
- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen - Betrüger arbeiten gezielt mit Angst und Zeitdruck.
- Beenden Sie verdächtige Telefonate sofort.
- Nehmen Sie im Zweifel selbst Kontakt zu Angehörigen oder der örtlichen Polizeidienststelle auf - jedoch nicht über Rückrufnummern, die Ihnen genannt werden.
- Geben Sie keine Informationen zu Vermögensverhältnissen oder Wertgegenständen am Telefon preis.
- Sprechen Sie insbesondere mit älteren Angehörigen über diese Betrugsmaschen und sensibilisieren Sie sie entsprechend
Rückfragen von Medienvertretern bitte an:
Kreispolizeibehörde Euskirchen
- Pressestelle -
Telefon: 0 22 51 / 799-299
Fax: 0 22 51 / 799-90209
E-Mail: pressestelle.euskirchen@polizei.nrw.de
Internet: