Raub in Klinik: Täter als Mitarbeiter verkleidet

Krankenhäuser sind immer wieder Ziele von Dieben. Aktuell hat sich in mindestens sechs Fällen ein Mann in der Heliosklinik am Lutherplatz Zutritt zu Patientenzimmern verschafft und dort Menschen ihrer Wertsachen bestohlen. Verkleidet war er als Klinikmitarbeiter, die Kleidung hat er nach ersten Erkenntnissen in der Klinik ebenfalls gestohlen. Zuletzt hatte der Unbekannte am Montagmittag (20. April 2026) das Zimmer einer 88-jährigen Patientin betreten, als ihre beiden Zimmerpartnerinnen gerade nicht anwesend waren. Er hatte behauptet, wegen einer angeblich anstehenden medizinischen Untersuchung jeglichen metallischen Schmuck einsammeln zu müssen. Dafür hatte er die Schränke durchsucht. Als die Seniorin die Übergabe eines Rings verweigerte, hatte er ihn der Patientin mit Gewalt vom Finger gezogen. Die Polizei wertet diese Tat deshalb als Raub. Bereits am 11. April hatte ein als Personal verkleideter Unbekannter eine 85-jährigen Patientin aufgefordert, ihren Schmuck in der Schublade ihres Beistelltisches zu verstauen, da eine Untersuchung bevorstehe. Später war der Schmuck dann nicht mehr auffindbar gewesen. In den letzten Wochen war es zu vier weiteren vergleichbaren Taten gekommen. Der Täter ist rund 50 Jahre alt und 1,70 bis 1,85 Meter groß. Eine Zeugin beschreibt außerdem einen kurzen grauen Bart. Bevor er sich die wahlweise weiße oder weißblaue Dienstkleidung eines Arztes oder Pflegers angeeignet hat, soll er einen grauen Mantel und eine dunkle Hose getragen und einen Aktenkoffer mit sich geführt haben. Möglicherweise wurden die Taten von unterschiedlichen Tätern begangen. Mit dem Klinikum steht die Polizei zu den Vorfällen in engem Austausch. Die Polizei rät, bei einem Krankenhausaufenthalt keine unnötigen Wertgegenstände mitzunehmen oder diese zeitnah Angehörigen oder anderen Vertrauten mitzugeben. Erkundigen Sie sich außerdem im Krankenhaus, ob es eine Möglichkeit gibt, dringend benötigte Wertsachen vor Ort sicher aufzubewahren. Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden: unter 02151 6340 oder per E-Mail an hinweise.krefeld@polizei.nrw.de. (130) Rückfragen von Journalisten bitte an: Polizeipräsidium Krefeld Pressestelle: 02151 634 1111 oder außerhalb der Bürozeiten: Leitstelle 02151 634 0 E-Mail: pressestelle.krefeld@polizei.nrw.de