Vandalismus auf der Warnowbrücke: Unbekannte legen Betonplatten auf Schienen
Unbekannte Täter gefährdeten am frühen Montagabend den Bahnverkehr auf der Strecke 6322. Gegen 18:00 Uhr überfuhr ein Güterzug auf der Warnowbrücke West (Bahnkilometer 71,2) mehrere Betonplatten. Zuvor hatten Unbekannte die Abdeckungen des parallel verlaufenden Kabelschachtes mutwillig auf die Gleise gewälzt. Die Notfallleitstelle Berlin alarmierte die Bundespolizeiinspektion Rostock, nachdem der Triebfahrzeugführer des Güterzugs von Seddin in Richtung Rostock-Überseehafen den Aufprall gemeldet hatte. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte das Ausmaß fest: Insgesamt 26 Abdeckplatten der Kabelschächte fehlten. Die bislang unbekannten Täter platzierten einen Teil der schweren Platten direkt im Gleisbereich; den Rest warfen sie von der Brücke auf einen darunterliegenden Verbindungsweg.
Der Triebfahrzeugführer blieb unverletzt. Nach ersten Prüfungen weist der Zug keine Schäden auf. Auch die Kabel im Schacht überstanden den Vandalismus unbeschädigt. Der durch die Notfallleitstelle Berlin verständigte Notfallmanager sowie ein Techniker untersuchten die Infrastruktur noch vor Ort auf mögliche Folgeschäden.
Für die Dauer der polizeilichen Maßnahmen und der technischen Überprüfung blieb die Strecke für etwa eine Stunde und vierzig Minuten gesperrt. Dies führte bei drei Zügen zu einer Verspätung von insgesamt 49 Minuten.
Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
In diesem Zusammenhang bittet die Bundespolizeiinspektion Rostock die Bevölkerung um weitere Mithilfe. Wer hat am Montag, den 27. April 2026 verdächtige Personen auf der Warnowbrücke West oder in unmittelbarer Nähe beobachtet und kann sachdienliche Hinweise geben. Diese nehmen die Bundespolizeiinspektion Rostock unter den Telefonnummern 0381/2083-1111 / -1112 bzw. jede andere Polizeidienststelle entgegen.
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