Bad Salzuflen. Nachtrag zum Einsatz mit bissigem Hund.
Wie bereits berichtet (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12727/6264758) wurde der Hund, nach dem die Polizei am Dienstagnachmittag (28.04.2026) mit starken Kräften in Bad Salzuflen gesucht hat, gefunden. Das Tier befand sich im Haus der Familie und war zu keinem Zeitpunkt entlaufen, so dass keine Gefahr für Außenstehende bestand. Ein 39-jähriger Mann, eine 38-jährige Frau sowie die 19-jährige Tochter wurden durch Hundebisse zu Hause schwer verletzt.
Sie suchten am Nachmittag die Wache der Feuerwehr in Bad Salzuflen auf und machten bewusst falsche Angaben: Sie behaupteten von einem freilaufenden Hund gebissen worden zu sein. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Die weiteren Ermittlungen der Polizei ergaben schließlich den tatsächlichen Ablauf der Geschehnisse.
Es wird nun geprüft, ob der Familie die Kosten des Einsatzes aufgrund der Falschaussage in Rechnung gestellt werden können. Das Vortäuschen von Straftaten sowie auch der Missbrauch von Notrufen sind strafbar und werden immer rechtlich verfolgt - dazu gehört auch die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung, inwiefern Gebühren für polizeiliche Tätigkeiten und Auslagen dem Verursacher gegenüber geltend gemacht werden können.
Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wurden im Haus der Familie insgesamt vier Hunde festgestellt - zum Teil Listenhunde. Für Informationen zum gesundheitlichen Zustand der Tiere sowie deren Verbleib verweisen wir an das Kreisveterinäramt bzw. den Kreis Lippe. Wer der Halter der Hunde ist und ob diese angemeldet sind, wird durch das zuständige Ordnungsamt der Stadt Bad Salzuflen geprüft.
Die weiteren Ermittlungen, bei denen nun unter anderem neben dem Vortäuschen einer Straftat auch ein möglicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz im Raum steht, dauern an.
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