Mann mit Beil-Attrappe löst Bundespolizeieinsatz im Bremer Hauptbahnhof aus
Hbf. Bremen, 2. Mai 2026 / 21:08 Uhr
Am Samstagabend verursachte ein 34-Jähriger im Bremer Hauptbahnhof einen Einsatz der Bundespolizei. Er hielt sich mit einem vermeintlichen Beil in der Hand am Bahnsteig auf und sorgte offenbar für Verunsicherung bei Reisenden und Zugpersonal.
Gegen 21:08 Uhr meldete eine Bahnmitarbeiterin telefonisch der Bundespolizeileitstelle, dass ein Mann auf Bahnsteig 7 umherging und dabei ein Beil in seiner rechten Hand hielt. Eine Streife der Bundespolizei konnte den Mann mit dem vermeintlichen Beil kurze Zeit später im Personentunnel antreffen. Unter Androhung von polizeilichen Einsatzmitteln forderten die Bundespolizisten den 34-Jährigen auf, das Werkzeug wegzulegen. Dieser war darüber sichtlich erschrocken, warf das Beil weg und erklärte umgehend, es handele sich um eine Attrappe. Er sei auf dem Rückweg von einem Mittelaltermarkt und das Beil sei Teil seines Kostüms.
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich nur um eine Plastik-Attrappe handelte. Nach einer eindringlichen Belehrung über das Führen von Anscheinswaffen oder täuschend echt aussehenden Waffen bzw. gefährlichem Werkzeug in der Öffentlichkeit konnte der Mann seine Heimreise nach Lübeck antreten - das Beil verstaute er für den Rest des Heimwegs reumütig in seinem Rucksack.
Vor diesem Hintergrund weist die Bundespolizeiinspektion Bremen darauf hin, dass das Mitführen solcher Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit gefährlich ist. Auf den ersten Blick werden diese nicht immer sofort als unechte Waffe erkannt und lösen einen Polizeieinsatz aus. Solche Hinweise werden von den Einsatzkräften grundsätzlich sehr ernst genommen und die Beamten handeln zur Gefahrenabwehr zunächst immer so, als wäre der Gegenstand oder die Waffe echt.
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