BPOL NRW: Geschlossene Schranken missachtet – Regionalzug muss Zwangsbremsung einleiten
Das hätte auch anders ausgehen können. Ein 58-jähriger Bielefelder missachtete am Dienstagnachmittag (5. Mai) am Bahnübergang Otto-Brenner-Straße sowohl die rote Ampelanlage als auch die geschlossene Schrankenanlage und überquerte den Bahnübergang. Ein Regionalzug, der sich mit 70km/h auf den Weg nach Lemgo befand, musste eine Zwangsbremsung einleiten, um einen Zusammenprall mit dem Fußgänger zu verhindern.
Der Bielefelder flüchtete anschließend, konnte jedoch unweit des Bahnübergangs durch Einsatzkräfte der Landespolizei gestellt und an die Bundespolizei übergeben werden.
Gegen den alkoholisierten deutschen Staatsangehörigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.
Die 165 Reisenden im Zug blieben durch die Zwangsbremsung ersten Ermittlungen zufolge unverletzt.
Durch den Vorfall kam es zu bahnbetrieblichen Verspätungszeiten von insgesamt 70 Minuten und sechs Zugausfällen.
Im Zusammenhang mit der unerlaubten Gleisüberschreitung warnt die Bundespolizei:
- Überqueren Sie Bahngleise nur an den dafür vorgesehenen Orten
und bei geöffneten Schranken. Achten Sie auf die Ampelanlagen
- An Bahnanlagen besteht Lebensgefahr, denn die Geschwindigkeitund der entstehende Luftsog werden oft unterschätzt!
- Züge nähern sich fast lautlos. Ein elektrisch betriebener Zug
ist für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits
vorbeifährt.
- Aufgrund ihres Gewichts haben Züge einen sehr langen Bremsweg
und können nicht ausweichen. Eine Bremsung ist oft nicht mehr
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