Höchstgeschwindigkeit überschritten und Aquaplaninggefahr – Pkw mit Anhänger deutlich zu schnell
MK / Bielefeld - Bielefeld - Trotz regennasser Fahrbahn und Aquaplaninggefahr haben Beamte des Verkehrsdienstes der Autobahnpolizei am Mittwoch, 06.05.2026, ein Pkw-Gespann mit knapp 140 km/h auf der A 2 in Fahrtrichtung Dortmund gemessen. Mit dem Anhänger hätte der Fahrer höchstens 80 km/h fahren dürfen - zudem steigt ab einer Geschwindigkeit von circa 80 km/h die Gefahr bei Aquaplaning zu verunglücken.
In ihrem zivilen ProVida-Messfahrzeug fiel den Autobahnpolizisten gegen 17:20 Uhr ein VW Tiguan mit einem Anhänger auf, der auf der nassen Autobahn auf dem linken Fahrstreifen mehrere Fahrzeuge überholte. Zwischen dem Autobahnkreuz Bielefeld und der Anschlussstelle Gütersloh ermittelten die Polizisten eine Geschwindigkeit von 139 km/h.
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Pkw mit Anhänger beträgt außerhalb geschlossener Ortschaften allgemein 80 km/h. Nur unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Anhänger eine 100 km/h Zulassung. Diese Voraussetzungen lagen hier nicht vor.
Für das anstehende Ordnungswidrigkeitenverfahren bezahlte der 35-jährige Fahrer aus der Ukraine bei der anschließenden Kontrolle eine Sicherheitsleistung von 1.230 Euro.
Die Polizei erinnert:
Ebenso kann es bei Aquaplaning für alle Kraftfahrzeuge ab 80 km/h gefährlich werden, wenn die Bodenhaftung der Reifen insbesondere bei Starkregen oder nasser Fahrbahn deutlich abnimmt.
Das Verkehrskommissariat für Unfallprävention und Opferschutz gibt Tipps, wie Sie Aquaplaning vermeiden und sicher an Ihrem Ziel ankommen:
Geschwindigkeit anpassen:
Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Wetterverhältnissen an. Gerade bei starkem Regen kann sich Wasser auf der Fahrbahn sammeln und Aquaplaning verursachen. Passen Sie Ihre Geschwindigkeit also den Sicht- und Straßenverhältnissen an!
Reifencheck:
Prüfen Sie regelmäßig den Zustand Ihrer Reifen. Profiltiefe und Reifendruck sind entscheidend für eine gute Haftung auf nasser Fahrbahn. Achten Sie darauf, dass Ihre Reifen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und keine Beschädigungen aufweisen.
Abstand halten:
Halten Sie stets genug Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. So haben Sie genügend Zeit zum Reagieren, wenn Aquaplaning auftritt. Noch besser: Vermeiden Sie Situationen, in denen Sie dicht auffahren müssen. Sicherheit geht immer vor!
Vorausschauend fahren:
Achten Sie auf mögliche Gefahrenstellen wie Pfützen, Senken oder starkes Gefälle. Durch vorausschauendes Fahren können Sie Ihre Geschwindigkeit frühzeitig anpassen und so Aquaplaning vermeiden.
Ruhe bewahren:
Falls Sie dennoch in eine Aquaplaning-Situation geratet, bleiben Sie ruhig und behalten Sie die Kontrolle über das Lenkrad. Ruhiges Gegenlenken und vorsichtiges Bremsen helfen dabei, die Kontrolle über das Fahrzeug zurückzuerlangen.
Rückfragen von Journalisten bitte an:
Polizeipräsidium Bielefeld
Leitungsstab/ Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kurt-Schumacher-Straße 46
33615 Bielefeld
Sonja Rehmert (SR), Tel. 0521/545-3020
Katja Küster (KK), Tel. 0521/545-3195
Sarah Siedschlag (SI), Tel. 0521/545-3021
Michael Kötter (MK), Tel. 0521/545-3022
Hella Christoph (HC), Tel. 0521/545-3023
Fabian Rickel (FR), Tel. 0521/545-3024
Caroline Steffen (CS), Tel. 0521/545-3026
Lukas Reker (LR), Tel. 0521/545-3222
E-Mail: pressestelle.bielefeld@polizei.nrw.de
Außerhalb der Bürodienstzeit: Leitstelle, Tel. 0521/545-0