Mann begeht Körperverletzung in S-Bahn und greift Einsatzkräfte an
In der Nacht zu Sonntag soll ein Mann erst einen Reisenden am Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße aus einer S-Bahn auf den Bahnsteig geworfen sowie im weiteren Verlauf Einsatzkräfte der Bundespolizei tätlich angegriffen haben.
Gegen 23:30 Uhr beobachtete eine Zeugin, wie ein Mann während der Fahrt mit einer S-Bahn einen Reisenden aus einer Sitzgruppe gezerrt und beim Halt am Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße auf den Bahnsteig geworfen haben soll und wählte den Notruf. Anschließend setzte der Mann seine Fahrt bis zum Bahnhof Ahrensfelde fort. Alarmierte Einsatzkräfte der Bundespolizei stellten ihn kurz darauf im Nahbereich des Bahnhofes und nahmen ihn vorläufig fest. Der 36-Jährige reagierte während der Festnahme sofort aggressiv, sperrte sich gegen die Maßnahmen durch Wegdrehen und soll dabei einem Beamten ins Gesicht geschlagen sowie an den Führungs- und Einsatzmitteln der Einsatzkräfte gezogen haben. Am Boden soll der Mann den Beamten darüber hinaus gewürgt haben, als es ihm kurzzeitig gelang, sich aus der Festnahme zu lösen. Die Begleiterin des Mannes soll währenddessen versucht haben, den 36-Jährigen aus der Festnahme zu befreien, indem sie auf die Einsatzkräfte eingeschlagen und getreten haben, sowie sie gebissen haben soll. Den Einsatzkräften gelang es schließlich, beide Personen bis zum Eintreffen weiterer Unterstützungskräfte zu fixieren.
Parallel befragten weitere Einsatzkräfte den 42-jährigen deutschen Geschädigten zum Tathergang und stellten bei der Überprüfung des Mannes fest, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) den Mann per Haftbefehl wegen Diebstahls sucht. Da er die geforderte Geldstrafe von 1000 Euro nicht bezahlen konnte, brachten Einsatzkräfte ihn zur Strafvollstreckung in eine Justizvollzugsanstalt.
Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts der Körperverletzung und gefährlichen Körperverletzung gegen den 36-jährigen moldauischen Staatsangehörigen ein. Darüber hinaus müssen sich sowohl der 36-Jährige als auch dessen deutsche 37-jährige Begleiterin wegen des Verdachts des Widerstandes und Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten. Gegen die 37-Jährige wird zudem wegen des Verdachts der Gefangenenbefreiung ermittelt.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entließen die Einsatzkräfte beide Personen auf freien Fuß.
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