Medieninformation der Polizei München vom 17.05.2026

Inhalt: 727. Beleidigung und Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz – Ludwigsvorstadt 728. Radfahrerin stürzt und wird schwer verletzt – Altstadt 729. Körperverletzungsdelikt – Moosach 727. Beleidigung und Verstoß gegen das Kunsturhebergesetz – Ludwigsvorstadt Bereits am Freitag, 24.04.2026, gegen 11:30 Uhr, kam es zu einem Vorfall in der Goethestraße. Dort befanden sich vier uniformierte Bundeswehrsoldaten im Alter zwischen 20 und 45 Jahren. Ein zu diesem Zeitpunkt unbekannter Mann ging zu den Soldaten und beleidigte sie verbal. Die Situation filmte er verdeckt mit seinem Mobiltelefon. Anschließend entfernte er sich wieder. Das Video der Situation stellte er jedoch einige Zeit später auf einer Videoplattform ins Internet. Hierauf waren die Bundeswehrsoldaten erkennbar. Im Verlauf der weiteren Ermittlungen konnte über dieses Video ein inzwischen 46-jähriger Tatverdächtiger mit kasachischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München identifiziert werden. Gegen ihn werden nun Ermittlungen wegen Beleidigung und eines Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz durch das Kommissariat 43 geführt. Das Video hatte zwischenzeitlich über 200.000 Aufrufe. Aufgrund der strafbaren Inhalte und Eingriffs in das Persönlichkeitsrecht der abgebildeten Personen wurde die Löschung beantragt und umgesetzt. 728. Radfahrerin stürzt und wird schwer verletzt – Altstadt Am Freitag, 15.05.2026, gegen 14:30 Uhr, fuhr eine 53-Jährige mit italienischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München mit einem Fahrrad auf der Maximilianstraße stadtauswärts. Aus bislang ungeklärter Ursache kam sie an der Kreuzung Maximilianstraße Ecke Am Kosttor ohne Fremdbeteiligung zu Sturz. Dabei erlitt sie schwere Kopfverletzungen und musste vom Rettungsdienst zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Sie trug zur Unfallzeit keinen Fahrradhelm. Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Hinweis der Münchner Verkehrspolizei: Durch das Tragen von Fahrradhelmen können Kopfverletzungen oft vermieden oder zumindest kann das Ausmaß der Verletzungen verringert werden. Obwohl das Tragen von Fahrradhelmen gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt die Münchner Polizei grundsätzlich allen Fahrradfahrenden entsprechende Helme zu tragen. 729. Körperverletzungsdelikt – Moosach Am Freitag, 15.05.2026, gegen 22:00 Uhr, gingen beim Polizeinotruf 110 mehrere Anrufe ein. Dabei wurde mitgeteilt, dass es in der Bunzlauer Straße im Bereich des U- und SBahnhofes Moosach zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einer Vielzahl beteiligter Personen gekommen war. Nach derzeitigem Ermittlungsstand drangen mehrere Personen mit Tüchern und Sturmhauben maskiert in eine am Bahnhof befindliche Arbeiterunterkunft ein und griffen die dort anwesenden Personen an. Dabei seien auch Messer und Eisenstangen verwendet worden. Die Angreifer konnten unerkannt flüchten. Ein größerer Polizeieinsatz mit über 30 Streifen war die Folge. Umfangreiche Fahndungs- und Spurensicherungsmaßnahmen rund um den Tatort, führten bislang nicht zur Ergreifung der Täter. Vier Männer mit bulgarischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland im Alter von 29 bis 36 Jahren wurden durch die Angriffe verletzt. Einer davon, ein 36-jähriger Bulgare, erlitt schwere Verletzungen unter anderem durch einen scharfkantigen Gegenstand. Er kam zur stationären Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Die Täter werden als männlich, ca. 20 Jahre alt und hellhäutig beschrieben. Teilweise sollen sie mit österreichischem Dialekt gesprochen haben. Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Bunzlauer Straße und im Bereich des U- und S-Bahnhofes Moosach Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Wem sind Personen aufgefallen, die außer Atem waren, Gegenstände entsorgten oder wegrannten? Wem sind Fahrzeuge aufgefallen, die schnell von dort wegfuhren? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.