Gefälschte Markenware – Verkaufstermin vor Polizeiwache vereinbart
Lfd. Nr.: 0403
Gefälschte Ware direkt vor der Polizeiwache verkaufen? Nicht gerade die beste Idee. Den Treffpunkt für ein mutmaßlich strafbares Verkaufsgeschäft wählte eine 36-jährige Dortmunderin am Mittwochvormittag: Die Münsterstraße 17 - und damit ausgerechnet die Adresse der Polizeiwache Nord.
Am Mittwoch, 20.05.2026, gegen 10 Uhr, stellte ein Polizeibeamter auf einer Online-Verkaufsplattform ein Angebot mit mutmaßlich gefälschter Markenoberbekleidung fest. Er kontaktierte den Anbieter und vereinbarte einen Besichtigungstermin für den gleichen Tag um 11:40 Uhr.
Für den vereinbarten Termin erschienen zivile Einsatzkräfte am Treffpunkt. Dieser befand sich direkt vor der Polizeiwache Nord.
Bei der Übergabe gab es dann die böse Überraschung für die 36-Jährige: Statt Bargeld hielten ihr die vermeintlichen Käufer die Dienstausweise unter die Nase. Und auch die anschließende Durchsuchung lief nicht gut für die Dortmunderin.
Die Frau führte eine Tragetasche mit augenscheinlich gefälschter Markenoberbekleidung mit sich. Im weiteren Verlauf erläuterten die hinzugezogenen uniformierten Einsatzkräfte den Verdacht, dass sich in der Wohnung weitere mutmaßlich gefälschte Gegenstände befinden könnten. Nachdem die 36-Jährige eine Durchsuchung zunächst ablehnte, zeigte sie sich wenige Minuten später kooperativ.
Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung stellten die Einsatzkräfte weitere Tüten mit mutmaßlich gefälschter Markenkleidung sicher. Sämtliche Kleidungsstücke waren neu, teilweise noch originalverpackt und mit Etiketten versehen.
Zur Herkunft der Ware machte die Dortmunderin keine Angaben. Die Ermittlungen dauern an. Eine Strafanzeige wegen einer Straftat nach dem Markengesetz wurde gefertigt.
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Polizei Dortmund
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