Falsche Bankmitarbeiter betrogen Senioren
Polizei warnt vor dreister Masche und rät skeptisch zu bleiben
In Frechen haben Täter zwei Geschädigte am Donnerstag (21. Mai) um Vermögen betrogen, indem sie sich als Bankmitarbeitende ausgegeben haben und unter einem dreisten Vorwand Geld durch Abbuchungen erlangt haben. Die Ermittlerinnen und Ermittler des Kriminalkommissariats 12 nehmen Hinweise unter der Rufnummer 02271 81-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
Gegen 12.45 Uhr soll eine Frau bei einer Frechenerin und ihrem Partner angerufen haben. Sie gab an verdächtige Kontobewegungen festgestellt zu haben. Zur Behebung des Problems müssten die Senioren ihre PIN-Nummern mitteilen. Gegen 13.45 Uhr sei ein angeblicher Bankmitarbeiter an der Wohnanschrift der Senioren im Bereich zwischen der Widderstraße und Elchweg erschienen und holte ihre Bankkarten ab. Die sei daraufhin misstrauisch geworden und habe ihre Bankberaterin kontaktiert. Diese habe ihr mitgeteilt, dass von ihrem Konto bereits Geld abgebucht wurde. Die aufmerksame Angestellte sperrte das Konto und teilte der Geschädigten mit, die Polizei zu kontaktieren.
Gegen 13.45 Uhr rief ein Unbekannter einen Senior an und gelang mit der gleichen Masche an die Daten des Mannes. Kurze Zeit später habe ein 185 bis 190 Zentimeter großer Mann mit schwarzem Schnurrbart, schwarzen Haaren und dunkler Kleidung an der Tür des Mannes an der Johann-Simon-Straße geklingelt. Er habe sich als Bankmitarbeiter ausgegeben, die Karten des Geschädigten entgegengenommen und sei gegangen. Als der Senior stutzig wurde, rief der die Polizei.
In beiden Fällen fuhren alarmierte Polizeikräfte zu den Geschädigten, nahmen den Sachverhalt auf, fahndeten nach Verdächtigen und fertigten eine Strafanzeige.
Die Polizei rät:
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
- Legen Sie den Hörer auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.
- Sprechen Sie am Telefon niemals über Ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben oder Überweisen Sie niemals Geld oder Wertgegenstände
an unbekannte Personen.
- Geben Sie am Telefon niemals eine PIN preis! Kein
Bankmitarbeiter wird das je von Ihnen verlangen. Händigen Sie
niemals einem Abholer Ihre Debitkarte aus! Bankmitarbeiter
kommen nicht vorbei, um Bankkarten abzuholen.
- Geben Sie keine TAN preis, ansonsten kann in diesem Moment
bereits eine Überweisung autorisiert werden.
- Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den
Anruf.
- Falls Sie einen dubiosen Anruf Ihrer Hausbank erhalten haben,
zögern Sie nicht, legen Sie auf. Und rufen Sie dann Ihre Bank
selbst an unter der Ihnen aus den Bankunterlagen bekannten
Nummer.
- Wenn sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110
(ohne Vorwahl) oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an. Wenn Sie bereits Opfer geworden sind:
- Erstatten Sie immer eine Strafanzeige. Nur so erhält die Polizei
Kenntnis von der Straftat und kann die Täterinnen oder Täter
verfolgen.
- Außerdem erhält Sie dadurch Informationen zum Ausmaß dieses
Deliktsfelds, kann Zusammenhänge herstellen und ggf. Tatserien
erkennen. Eine Strafanzeige können Sie persönlich auf der
nächstgelegenen Polizeidienststelle oder online auf der
Internetwache Polizei NRW erstatten.
- Leisten Sie auf keinen Fall weitere Geldzahlungen.
- Informieren Sie umgehend Ihr kontoführendes Geldinstitut, um
eventuell getätigte Geldflüsse noch anzuhalten oder rückgängig
zu machen. (sc)Rückfragen von Medienvertretern bitte an:
Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 02271 81-3305
Fax: 02271 81-3309
Mail: pressestelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de