Senior durchschaut Schockanruf in letzter Sekunde – Geldabholer festgenommen

Am späten Nachmittag des 21.05.2026 kam es im Wilhelmshavener Stadtteil Heppens zu einem sogenannten Schockanruf. Dank der Aufmerksamkeit eines 83-jährigen Wilhelmshaveners konnte ein mutmaßlicher Geldabholer noch in Tatortnähe durch die Polizei festgenommen werden. Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt der Senior einen Anruf von einem angeblichen Chefarzt eines örtlichen Krankenhauses. Dieser behauptete, eine nahe Angehörige des Mannes befinde sich aufgrund akuter gesundheitlicher Probleme in ärztlicher Behandlung. Für ein dringend benötigtes Medikament müsse sofort Bargeld bereitgestellt werden. Eine spätere Erstattung durch die Krankenkasse wurde in Aussicht gestellt. Unter dem Eindruck der geschilderten Notlage übergab der Geschädigte an seiner Wohnanschrift Bargeld an einen entsandten Boten. Kurz nach der Übergabe bemerkte der Senior jedoch den Betrug, als er zufällig genau jene Angehörige antraf, die sich angeblich in Lebensgefahr befinden sollte. Der Mann alarmierte umgehend die Polizei. Im Rahmen sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnten Einsatzkräfte der Polizei Wilhelmshaven den mutmaßlichen Geldabholer noch in Tatortnähe vorläufig festnehmen. Das übergebene Bargeld wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an. Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche Die Polizei Wilhelmshaven nimmt diesen Fall zum Anlass, erneut vor Schockanrufen und insbesondere vor der sogenannten "Chefarzt-Legende" zu warnen. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin: - Krankenhäuser, Ärzte oder Behörden fordern niemals telefonisch Bargeld oder Wertgegenstände für medizinische Behandlungen oder Medikamente. - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie Angehörige selbstständig unter bekannten Rufnummern. - Geben Sie keine Auskünfte über Bargeld, Wertgegenstände oder persönliche Vermögensverhältnisse. - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. - Verständigen Sie bei verdächtigen Anrufen umgehend die Polizei über den Notruf 110. Die Polizei appelliert insbesondere an Angehörige, mit älteren Familienmitgliedern sowie Nachbarn über diese Betrugsmaschen zu sprechen und sie entsprechend zu sensibilisieren. Rückfragen bitte an: Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland Mozartstraße 29 26382 Wilhelmshaven Telefon: 04421 942-104 Außerhalb der Geschäftszeit der Pressestelle - 04421 942-216 E-Mail: pressestelle@pi-whv.polizei.niedersachsen.de