(Tuttlingen / Lkr. Tuttlingen) Betrug durch falsche Polizeibeamte – Seniorin übergibt über einen Zeitraum von zwei Wochen Bargeld und Wertgegenstände: Polizei bittet um Hinweise (22.05.2026)

Sogenannte "falsche Polizeibeamte" haben sich als Kriminalpolizei ausgegeben und waren so bei einer Seniorin erfolgreich. Bereits Anfang Mai erhielt die 79-Jährige den Anruf eines angeblichen Polizeibeamten der Kriminalpolizei, der angab, dass die Frau in ein Programm des Dezernats Betrug und Raub aufgenommen worden sei. Der Betrüger verunsicherte die Seniorin, indem er ihr mitteilte, sie sei Ziel einer kriminellen Bande, die sie bereits beobachte. In der Folge stand die Geschädigte über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen über einen WhatsApp-Sprachanruf dauerhaft mit den Tätern in Kontakt. Dabei übergab sie an zwei unbekannte Männer Bargeld und Wertgegenstände im niedrigen sechsstelligen Bereich. Erst nachdem sich die falschen Polizeibeamten entgegen der getroffenen Absprachen nicht mehr meldeten, fiel der 79-Jährigen der Betrug auf. Die Kriminalpolizei Rottweil hat die Ermittlungen aufgenommen. In diesem Zusammenhang werden Zeugen gesucht, die Hinweise zu den bislang unbekannten Abholern geben können. Diese werden als männlich, jünger als 30 Jahre und etwa 170 Zentimeter groß beschrieben. Einer der Täter hatte kurze, dunkle, nach oben gestylte Haare und trug helle, legere Kleidung. Der andere hatte kurze, schwarze, lockige Haare und war zur Tatzeit mit grünen Shorts sowie einem hellen Sporttrikot mit unbekanntem Logo bekleidet. Zeugenhinweise werden unter 0741 4770 entgegengenommen. Präventionshinweis: Bei Anrufen von sogenannten "falschen Polizeibeamten" rät die Polizei dringend, sofort aufzulegen. Die Polizei und andere Amtsträger fragen nicht nach Wertsachen und fordern auch kein Geld! Sollten Sie einen Anruf eines solchen angeblichen Polizisten oder Amtsträgers erhalten, legen Sie sofort auf und wählen Sie den Polizeinotruf 110. Haben die Betrüger Sie dazu gebracht, Bargeld und Wertgegenstände bei einer Bank abzuholen, nehmen Sie die Hinweise der Bankmitarbeiter, dass es sich um einen Betrug handeln könnte, ernst und hinterfragen Sie die Situation - auch wenn Sie in Sorge um Ihre Angehörigen sind. Am ehesten lässt sich der Anruf eines Telefonbetrügers durch das Löschen des Telefonbucheintrags vermeiden, da die Täter dort in der Regel nach Vornamen suchen, die vermeintlich älteren Menschen zugeordnet werden. Informationen zum Ändern oder Löschen von Telefonbucheinträgen sowie weitere Tipps und Hinweise finden Sie auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention zum Thema "Betrug durch falsche Polizisten" unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/ Sollten Sie selbst nicht die Möglichkeit haben, die Informationen einzusehen, herunterzuladen oder auszudrucken, bitten Sie Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn um Hilfe oder wenden Sie sich an Ihr örtliches Polizeirevier. Sensibilisieren Sie insbesondere ältere Menschen in Ihrem Umfeld für diese Betrugsmasche. Rückfragen bitte an: Fabian Herkommer Polizeipräsidium Konstanz Pressestelle Telefon: 07531 995-3355 Durchwahl: 07531 995-1011 E-Mail: konstanz.pressestelle@polizei.bwl.de