BPOLI DD: Gewalt in Regionalzügen – Bundespolizei am Wochenende zweifach gefordert
Am vergangenen Wochenende kam es im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Dresden zu zwei schweren Auseinandersetzungen in Regionalzügen. Bahnmitarbeiter und Reisende wurden attackiert.
Am Samstagabend (30.05.2026) gegen 20:50 Uhr eskalierte eine Situation in der Regionalbahn zwischen Ottendorf-Okrilla-Nord und Laußnitz. Ein 16-jähriger Ukrainer und sein Begleiter hatten verbotswidrig die Gleise überschritten. Als eine Zugbegleiterin dies fotografierte, wurde sie von den beiden im Zug bedrängt. Der Lokführer bemerkte den Vorfall und eilte seiner Kollegin zu Hilfe.
Der 16-Jährige griff den Lokführer sofort massiv an, schlug ihn ins Gesicht, drückte ihn zu Boden und trat auf ihn ein. Ein 23-jähriger deutscher Fahrgast schritt ein und sprühte im Zuge der Nothilfe mit Tierabwehrspray auf den Angreifer, der daraufhin die Flucht ergriff. Durch das Reizgas erlitten der Lokführer, die Zugbegleiterin und ein weiterer Reisender Verletzungen an Augen und Atemwegen.
Der alkoholisierte 16-jährige Haupttäter wurde in einem naheliegenden Waldstück durch die Landespolizei gestellt. Bei ihm wurde ein verbotenes Einhandmesser sichergestellt. Er wurde später seiner Mutter übergeben.
Seine ebenfalls betrunkene Begleitperson wurde kurz darauf durch die DB-Sicherheit aufgegriffen und dem Jugendnotdienst übergeben.
Bereits am Freitagabend (29.05.2026) gegen 23:30 Uhr kam es zu einer Körperverletzung im Regional Express in Richtung Bahnhof Dresden-Neustadt. Ein bislang unbekannter Täter fühlte sich von einer lautstarken Unterhaltung einer größeren Jugendgruppe provoziert.
Der Unbekannte forderte vier Jugendliche (16 bis 19 Jahre) auf, zum "Klären" auszusteigen. Als diese ablehnten, schlug er zwei von ihnen unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Bei einem anschließenden Halt in Dresden-Klotzsche attackierte er die Gruppe erneut mit Schlägen und Tritten und verletzte einen weiteren 16-Jährigen, der schlichtend eingreifen wollte, per Ellenbogenschlag im Gesicht.
Nach einer Durchsage des Zugpersonals flüchtete der Täter mit drei Begleitpersonen in eine Straßenbahn Richtung Dresden-Neustadt. Die Jugendlichen erlitten leichte Verletzungen. Eine Fahndung blieb erfolglos.
Zeugenaufruf:
Die Bundespolizeiinspektion Dresden sucht Zeugen. Hinweise zu den Tätern oder Tatabläufen werden unter der Telefonnummer 0351 / 81502 - 0 entgegengenommen.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeiinspektion Dresden
Pressestelle
Telefon: 0351 / 81502 - 2020
E-Mail: bpoli.dresden.oea@polizei.bund.de