Warnung vor betrügerischen Anrufen: Miese Angstmache mit Angehörigem im Krankenhaus

Stadt und Landkreis Kassel, Werra-Meißner-Kreis: In den vergangenen Tagen meldeten sich mehrere Dutzend Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt und dem Landkreis Kassel sowie dem Werra-Meißner-Kreis bei der Polizei, nachdem sie betrügerische Anrufe erhalten hatten. Glücklicherweise waren die Angerufenen, vorwiegend Seniorinnen und Senioren, in den bisher bekannt gewordenen Fällen nicht auf die Maschen hereingefallen. Neben den sogenannten "Schockanrufen" und den Anrufen falscher Polizisten, die von vermeintlichen Festnahmen und Einbrüchen in der Nachbarschaft berichteten, schilderten einige Angerufene eine eher seltene Masche über die miese Angstmache wegen eines schwer erkrankten Angehörigen, vor der die Polizei nun warnen möchte. Wie die besorgten Opfer der Polizei in diesen Fällen schilderten, hatten sie einen vermeintlichen Anruf aus einem Krankenhaus erhalten. Ein angeblicher Arzt schilderte, dass ein Angehöriger der Angerufenen als Notfall eingeliefert und eine lebensbedrohliche Erkrankung diagnostiziert wurde. Im weiteren Verlauf kam es zu Geldforderungen aus verschiedenen Gründen: Mal wurde behauptet, der Patient müsse dringend in eine Spezialklinik im Ausland gebracht werden, mal waren es teure Medikamente, die dringend erforderlich seien um das Leben zu retten. Die jeweiligen Kosten hierfür müssten die Angehörigen übernehmen und sofort Bargeld oder Wertgegenstände besorgen. Hierzu forderten die Täter von den Angerufenen aus Kassel, Grebenstein, Fuldabrück, Vellmar, Ahnatal, Witzenhausen, Neu-Eichenberg und Wehretal bis zu 140.000 Euro. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche und gibt folgende Tipps: - Sprechen Sie mit Angehörigen, die Opfer werden könnten, über diese Betrugsmaschen. - Ein Krankenhaus wird niemals bei akuter Lebensgefahr am Telefon Bargeld oder Wertgegenstände von Angehörigen für eine Behandlung fordern. - Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen oder familiären Verhältnissen preis. - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf. - Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. - Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige. - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte.Rückfragen bitte an: Ulrike Schaake Pressesprecherin Tel. 0561-910 1020 Polizeipräsidium Nordhessen Grüner Weg 33 34117 Kassel Pressestelle Telefon: +49 561 910 1020 bis 23 E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de Außerhalb der Regelarbeitszeit Polizeiführer vom Dienst (PvD) Telefon: +49 561-910-0 E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de