„Russische Callcenter“-Masche in Hemau erfolgreich

HEMAU, LKR. REGENSBURG. Seit einigen Wochen häuft sich im Bereich der Callcenter-Betrüge die neue Masche der „Russischen Callcenter“. Hierbei erfolgt das bekannte Betrugsgespräch am Telefon in russischer Sprache. In Hemau wurde eine Seniorin Opfer dieser Betrugsmasche und übergab einen niedrigen fünfstelligen Betrag an einen Geldabholer. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg ermittelt. Am Donnerstagvormittag, 28.05.2026, erhielt eine 85-jährige Deutsch-Kasachin einen Anruf in russischer Sprache mit der bekannten Betrugsmasche des Enkeltricks. Zuerst gab sich eine weibliche Stimme am Telefon als Tochter der Seniorin aus, welche für eine Operation nach einem Unfall dringend Geld benötige. Danach ging ein falscher Polizist ans Telefon und vereinbarte mit der 85-Jährigen die Geldübergabe. Gegen 11:40 Uhr holte ein bislang unbekannter Mann einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag bei der Seniorin an der Haustür ab. Erst später erkannte die 85-Jährige den Betrug und rief die Polizei. Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben: Männlich Ca. 1,80m groß Ca. 30 Jahre alt Schlank Kurzer, schwarzer Kinnbart Osteuropäisches Aussehen Braun gebrannte Hautfarbe Trug einen schwarzen Anzug und ein dunkles Hemd, dunkle Sneaker Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt und bittet um Zeugenhinweise. Haben Sie am Donnerstag, 28. Mai, gegen 11:40 Uhr im Bereich der Deglstraße/Otto-Stich-Straße/Wittelsbacherstraße verdächtige Beobachtungen gemacht, welche mit der Tat in Verbindung stehen könnten? Dann wenden Sie sich bitte an die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg unter der Telefonnummer 0941/506-2888. Jeder Hinweis kann von Bedeutung sein! Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen. Legen Sie bei solchen Anrufen sofort auf und bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr! Weitere Tipps der Polizei gegen Callcenter-Betrüger und falsche Polizisten: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – auch nicht durch angebliche Polizisten oder andere Amtsträger. Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen! Vereinbaren Sie mit Ihren Angehörigen oder engen Vertrauten ein Codewort für Notfälle, welches bei einem zweifelhaften Gespräch abgefragt wird. Nur wenn dieses Codewort genannt wird, wissen Sie, dass der Hilferuf echt ist. Das Codewort sollte leicht zu merken, aber nicht zu leicht zu erraten sein (z.B. Wörter aus Situationen, die Sie beide verbinden und sonst niemand kennt). Rufen Sie niemals über die am Telefon angezeigte Nummer zurück! Übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte! Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Im Zweifel 110 wählen. Lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest Vorname und Adresse entfernen. Zum Löschen eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an Ihren Telefonanbieter. Ein Formular und Kontaktadressen finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/ Veröffentlicht am 02.06.2026 um 09:37 Uhr