Falsche Bankmitarbeiter in Meschede unterwegs – Seniorin erkennt Betrugsmasche, Tatverdächtiger festgehalten

Am Mittwoch registrierte die Polizei in Meschede mehrere Fälle einer bekannten Betrugsmasche, bei der sich Täter am Telefon als Mitarbeiter von Banken ausgeben. In einem Fall blieb es beim Versuch, in einem weiteren Fall wurde einer Seniorin die Bankkarte entwendet. Ein Tatverdächtiger konnte durch aufmerksame Bürger bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Gegen 10:30 Uhr erhielt eine 91-jährige Seniorin aus Meschede einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter einer Bank. Unter einem Vorwand wurde die Frau gefragt, ob sie eine bestimmte Bestellung getätigt habe. Während des Telefonats erkundigte sich der Anrufer, ob bereits ein Kollege an ihrer Haustür geklingelt habe. Im selben Moment klingelte es tatsächlich an der Tür. Als die Frau öffnete, stand dort ein unbekannter Mann. Durch das beherzte Eingreifen einer im Haus anwesenden Helferin wurde der Mann jedoch sofort vertrieben. Er flüchtete zu Fuß. Zu einem Vermögensschaden kam es nicht. Wenige Stunden später wurde eine 70-jährige Seniorin Opfer derselben Masche. Auch sie erhielt einen Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters. Im Verlauf des Gesprächs gab sie ihre PIN preis. Kurz darauf erschien ein Mann an ihrer Haustür, gab sich als Mitarbeiter der Sparkasse aus und ließ sich die Bankkarte zeigen. Anschließend nahm er die Karte an sich und flüchtete. Gegen Mittag erkannte die Geschädigte den mutmaßlichen Täter zufällig in der Mescheder Innenstadt wieder. Sie sprach ihn an, woraufhin der Mann flüchtete. Mehrere aufmerksame Passanten reagierten sofort, hielten den Verdächtigen fest und verständigten die Polizei. Die Beamten stellten die Personalien des 17-jährigen Tatverdächtigen aus dem Erftkreis fest. Die Ermittlungen, insbesondere zu möglichen weiteren Beteiligten und einem möglichen Vermögensschaden, dauern an. Nach bisherigen Erkenntnissen ereigneten sich am selben Tag weitere ähnlich gelagerte Vorfälle im Stadtgebiet. Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge. Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche: - Banken, Sparkassen und andere Geldinstitute fragen niemals telefonisch nach PIN-Nummern. - Bankkarten werden niemals durch Mitarbeiter an der Haustür abgeholt. - Geben Sie niemals persönliche Daten, PINs oder TANs am Telefon preis. - Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und kontaktieren Sie Ihr Geldinstitut über die Ihnen bekannte Rufnummer. - Informieren Sie insbesondere ältere Angehörige über diese Betrugsform.Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei. Zeugen, die am Mittwoch verdächtige Personen im Bereich Meschede beobachtet haben oder weitere Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiwache Meschede zu melden. Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis Benedikt Teutenberg Telefon: 0291-9020-1140 E-Mail: Pressestelle.Hochsauerlandkreis@polizei.nrw.de