Meldung über verdächtiges Fahrzeug entpuppte sich als sportlicher Rekordversuch
(lei) Unter dem Stichwort "verdächtiges Fahrzeug" eröffneten Disponenten der Polizeileitstelle am Mittwochmorgen einen Einsatz, dessen Hintergrund zu diesem Zeitpunkt noch völlig unklar war.
Ein Verkehrsteilnehmer hatte sich kurz nach 8 Uhr bei den Beamten gemeldet und ein Auto mit britischem Kennzeichen gemeldet, das auf der Landesstraße 3329 unterwegs sei. Mehrere Personen würden sich auf Höhe eines Parkplatzes zwischen Niederzell und Schlüchtern auf der Straße aufhalten - es sehe gefährlich aus, hieß es. Womöglich sei auch Alkohol im Spiel, so die Vermutung, da das Auto sehr langsam fahre. Eine Polizeistreife machte sich daraufhin auf den Weg und nahm das Fahrzeug kurz darauf im Bereich der Landesstraße 3292 in Richtung Distelrasen auf und der anfänglich unbekannte Grund klärte sich rasch auf: Das Auto fungierte als Begleitfahrzeug einer ambitionierten Rennradfahrerin.
Im Rahmen der weiteren Abklärungen stellte sich heraus, dass die Frau derzeit eine außergewöhnliche Langstreckenfahrt absolviert. Ihr Ziel ist es, die Strecke vom südlichsten bis zum nördlichsten Punkt Europas in Rekordzeit zurückzulegen. Ein bemerkenswertes Vorhaben, das letztlich keinen Anlass für weitere polizeiliche Maßnahmen bot. Die eingesetzten Beamten stellten keine Anhaltspunkte für straf- oder ordnungswidriges Verhalten fest. Während der Einsatz der Streife insofern beendet wurde, dürfte die Reise der Rekordjägerin noch einige Zeit andauern.
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