Gefälschte Rechnungen an Münsteraner Unternehmen versendet – Polizei warnt vor Betrugsmasche
Nachdem in der jüngsten Vergangenheit unbekannte Täter per Post gefälschte Zahlungsaufforderungen, angeblich vom Amtsgericht, an unterschiedliche Münsteraner Unternehmen gesendet haben, warnt die Polizei vor dieser Betrugsmasche und gibt Tipps, wie Sie sich davor schützen können.
Eines dieser vorgetäuschten Gerichtsschreiben mit einer Zahlungsaufforderung von circa 900 Euro hatte im Juni ein Unternehmen erreicht, welches sich daraufhin an die Polizei wandte. Die Ermittler stellten die Fälschung fest. Nach aktuellem Kenntnisstand richten sich vergleichbare Schreiben nicht immer pauschal an das jeweils betroffene Unternehmen, sondern zum Teil auch direkt an einzelne Mitarbeitende.
Bei den bisher bekannten gefälschten Rechnungen wurden folgende Merkmale, die auf einen Betrugsversuch hindeuten, festgestellt:
- Das Landeswappen von Nordrhein-Westfalen (NRW) wird mit einer
Anschrift von der Zentralen Zahlungsstelle in Frankfurt am Main
(Hessen) kombiniert. - Der im Schreiben genannte angeblich zuständige Richter soll
wiederum aus Münster stammen. - Die im Schreiben genannten IBAN ist keine deutsche IBAN
(erkennbar daran, dass sie nicht mit den Buchstaben "DE" beginnt)Die Polizei rät sowohl für Unternehmen, als auch Privatpersonen:
- Prüfen Sie bei Zahlungsaufforderungen stets sorgfältig die
angegebenen Daten - Täter nutzen durchaus auch deutsche IBAN-Nummern, daher prüfen
Sie die Stammdaten: Vergleichen Sie bei wiederkehrenden Zahlungen (z.
B. an regelmäßige Lieferanten oder Dienstleister) stets die
angegebene IBAN mit den Daten aus vorherigen, erfolgreichen
Überweisungen - Sollten Sie eine Rechnung erhalten, die sie eigentlich nicht
erwarten (wie z.B. die vom Gericht), kontaktieren sie am besten immer
den vermeintlichen Absender - Wichtig: Nutzen Sie keine Kontaktdaten
aus der möglicherweise gefälschten Rechnung, sondern recherchieren
Sie die Kontaktdaten des genannten Absenders selbstständig. - Im Zweifelsfall wenden Sie sich unter der Rufnummer (0251) 275-0
an die Polizei.Kontakt für Medienvertreter:
Polizei Münster
Telefon: 0251/ 275- 1010
E-Mail: pressestelle.muenster@polizei.nrw.de