BPOLI PW – GdpD POM: Junge Franzosen sorgen für Gefahrenbremsung der Bahn und müssen sich wegen gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr verantworten

Durch die Notfallleitstelle Berlin ging gestern gegen 21:32 Uhr die Information ein, wonach sich am Bahnhof Kiesow laut Aussage des Zugführers des RE 33592 (Anklam nach Stralsund) eine männliche Person bei Einfahrt des Zuges liegend im Gleisbett befand. Nach Einleitung einer Gefahrenbremsung kam der Zug ca. 50 Meter vor der Person zum Stehen. Die Person stand auf und verließ das Gleisbett. Eine Streife der Bundespolizei Lubmin verlegte unter Sonder-/Wegerecht zum BF Kiesow. Nach Eintreffen der Streife gaben Zeugen an, dass es sich um 2 Personen handelte, wobei eine Person im Gleisbett gelegen haben soll, die andere, eine 20jährige Französin stand im Gleisbett. Zu diesem Zeitpunkt war die Bahnstrecke beidseitig voll gesperrt. Durch die Beamten konnte auf dem Bahnsteig 1 eine männliche Person mit leicht blutender Nase in Begleitung einer weiblichen Person angetroffen werden. Bei beiden handelte es sich um französische Staatsangehörige. Da der 19-jährige französische Staatsangehörige zunehmend zu seiner blutenden Nase auch über Übelkeit klagte, erfolgte die Hinzuziehung des Rettungsdienstes. Nach Untersuchung und Versorgung des Patienten durch den Rettungsdienst wurde der Gesundheitszustand als unbedenklich eingestuft, so dass keine Mitnahme ins Krankenhaus erfolgte. Bei der anschließenden Befragung unter Zuhilfenahme einer Dolmetscherin wurde folgender Sachverhalt bekannt. Beide Personen beabsichtigten mit dem einfahrenden RE 33592 in Richtung Greifswald zu fahren. Stellten jedoch fest, dass sie sich auf der falschen Seite des Bahnsteigs befanden. Daraufhin überquerten sie unerlaubt den Gleisbereich um auf den anderen Bahnsteig zu gelangen. Hierbei kam die männliche Person ins straucheln und fiel in den Gleisbereich des einfahrenden Zuges. Daraufhin stellte sich die weibliche Person ins Gleis, winkte mit den Armen um auf ihren m Gleis liegenden Begleiter aufmerksam zu machen. Der Zugführer erkannte die Personen und leitete eine Gefahrenbremsung ein, so dass er ca. 50 m vor den Personen zum Stehen kam. . Durch die beidseitige Streckensperrung entstanden bei 2 Zügen insgesamt 74 Minuten Verspätung. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen u.a. Strafanzeigen wegen gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr wurden die Personen um 02:00 Uhr aus dem Gewahrsam entlassen. Die Bundespolizei warnt vor dem Betreten der Bahnanlagen und insbesondere dem Ablegen von Gegenständen auf die Gleise. Dies ist kein "Dumme-Jungen-Streich", sondern kann zur Entgleisung eines Zuges führen bzw. Reisende könnten durch eingeleitete Schnellbremsungen im Zug verletzt werden. Gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr werden mit Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren bestraft. Rückfragen bitte an: Bundespolizeiinspektion Pasewalk mit Gemeinsamer deutsch-polnischer Dienststelle Pomellen Lars Petersen Telefon: +49 38378 230-130 Handy: +491723118075 E-Mail: presse.pasewalk@polizei.bund.de Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt gewährleistet als Bundesbehörde die Wahrnehmung ihrer übertragenen Aufgaben in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie auf Nord- und Ostsee. Etwa 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter Polizei- und Verwaltungsbeamte sowie Angestellte, sorgen auf Grundlage des Bundespolizeigesetzes und weiterer Rechtsvorschriften im Rahmen der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung für Sicherheit an den Grenzen, auf Bahnanlagen und auf See. Die nachgeordneten Bundespolizeiinspektionen in Flensburg, Kiel, Rostock, Stralsund und Pasewalk sowie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock und die Kräfte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit sind 24/7 im Einsatz. Mit den Bundespolizeiinspektionen See in Neustadt in Holstein, Warnemünde und Cuxhaven sowie der maritimen Kriminalitätsbekämpfung im Direktionsbereich See und einem eigenen Maritimen Schulungs- und Trainingszentrum, verfügt die Bundepolizeidirektion Bad Bramstedt bundesweit einzigartig über eine maritime Einsatzkomponente. Die Bundespolizei See schützt und überwacht Tag und Nacht die Seegrenze (EU-Außengrenze), maritime kritische Infrastruktur, den Seeverkehr auf Nord- und Ostsee mit modernen und leistungsfähigen Einsatzschiffen und -booten. Weitere Informationen zur Bundespolizei und zur Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt erhalten Sie unter .