„Spendensammler“ laufen mit 50-Euro-Schein weg

Gestern Nachmittag ist eine Frau beim Einkauf in einem Einkaufsmarkt in der Sponholzer Straße nahe der Eichhorster Straße von vermeintlichen Spendensammlern nach Geld - angeblich für gehörlose Kinder - gefragt worden. Die 80-jährige Deutsche wollte zehn Euro spenden, hatte aber nur einen Fünfziger. Als sie die Tatverdächtige bat, die Differenz als Rückgeld zu bekommen, liefen die Sammlerin sowie ein wartender Mann, der dazu gehörte, mit dem 50-Euro-Schein weg. Umstehende Zeugen beschreiben die Frau wie folgt: dunkle, sehr lange Haare, dunkler Teint, südeuropäischer Phänotyp, 25-35 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, schlank. Sie soll eine blaue Jeansjacke getragen haben. Der Mann wird ebenfalls als südeuropäischer Phänotyp beschrieben, soll etwa 1,70 Meter groß gewesen sein, von kräftiger Statur mit starkem Bauch. Er soll bekleidet gewesen sein mit einer blau-weißen Windjacke und einer Jeans. Beide Personen sprachen gebrochen und nur wenig Deutsch. Wer weitere Hinweise zu den Personen hat, wendet sich an die Polizei unter 0395 / 55825224 oder an die Onlinewache unter www.polizei.mvnet.de Die Polizei warnt explizit vor dieser "Spendensammler"-Masche. Oft haben ein oder mehrere Personen Klemmbretter in der Hand und sammeln angeblich für taubstumme Kinder oder aus ähnlichen Gründen. In der Regel handelt es sich dabei um Betrüger, die bewusst die Gutmütigkeit insbesondere auch älterer Menschen ausnutzen und das Geld in Wirklichkeit nie an hilfsbedürftige Menschen weitergeben. Gehen Sie nicht auf solche Anfragen ein und lassen Sie sich auch in keine Gespräche verwickeln, da es auch schon vorgekommen ist, dass in solchen Fällen einer der "Sammler" das Opfer ablenkt und ein Mittäter die Geldbörse oder andere Wertgegenstände entwendet. Echte Hilfsorganisationen und Spendensammler üben keinen Druck aus, tragen gut sichtbare Ausweise mit Verweisen auf eine Organisation und fordern in der Regel auch kein Bargeld, sondern werben eher um Mitgliedschaften oder Teilnahme an Förderprogrammen. Rückfragen bitte an: Für Medienvertreter: Claudia Berndt Polizeipräsidium Neubrandenburg Pressestelle Telefon: 0395/5582-5003 E-Mail: pressestelle-pi.neubrandenburg@polizei.mv-regierung.de Rückfragen außerhalb der Bürozeiten und am Wochenende: Polizeipräsidium Neubrandenburg Einsatzleitstelle/Polizeiführer vom Dienst Telefon: 0395 5582 2223 E-Mail: elst-pp.neubrandenburg@polmv.de