Polizei Rostock klärt zwei Graffiti-Sachverhalte auf – mehrere Tatverdächtige gestellt

Die Rostocker Polizei hat am vergangenen Wochenende in zwei Fällen mutmaßliche Graffiti-Sprayer gestellt und Ermittlungsverfahren eingeleitet. Am Freitagabend, 17. Juli 2026, gegen 21:00 Uhr, informierten Zeugen die Polizei über zwei Personen, die sich auf dem Dach eines Gebäudes in der Warnowallee aufhielten. Noch während der Anfahrt der Einsatzkräfte meldete sich der Hinweisgeber erneut und teilte mit, dass es sich bei den beiden Personen mutmaßlich um Graffiti-Sprayer handeln würde. Zudem konnte er beide Personen detailliert beschreiben. Kurz nach dem Eintreffen der Beamtenam Einsatzort verließen zwei männliche Personen den Eingangsbereich des mit einem Baugerüst umstellten Gebäudes. Beide entsprachen der Beschreibung des Hinweisgebers und wurden daraufhin kontrolliert. Bei den beiden Tatverdächtigen konnten in den mitgeführten Taschen Beweismittel aufgefunden und sichergestellt werden. Zudem ergaben die Auswertungen der sichergestellten Smartphones Hinweise auf den Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gemäß § 86a StGB. Die beiden deutschen Tatverdächtigen im Alter von 19 und 20 Jahren räumten die Tat anschließend ein. Sie machten zudem Angaben dazu, wie sie auf das Hausdach gelangt waren und die Graffiti angebracht hatten. Insgesamt wurden sechs Graffitis mit einer Größe von jeweils etwa zwei mal zwei Metern festgestellt. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf mindestens 2.000 Euro geschätzt. Gegen die beiden Männer wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung, des Hausfriedensbruchs sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Ein weiterer Graffiti-Sachverhalt ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Sonnabends, 18. Juli 2026. Gegen 02:20 Uhr wurden Kräfte der Bundespolizeiinspektion auf mehrere Personen aufmerksam, die im Bereich des Brückenbauwerks an der Stadtautobahn in Rostock-Evershagen einen etwa drei Meter hohen und 15 Meter langen Schriftzug anbrachten. Beim Erblicken des Streifenwagens flüchteten die Personen zunächst in Richtung Bertolt-Brecht-Straße. Im Zuge der Nahbereichsfahndung konnte durch die Einsatzkräfte zunächst einer der Tatverdächtigen festgestellt werden. Gemeinsam mit Kräften der Polizeiinspektion Rostock wurden anschließend an dessen Wohnanschrift drei weitere mutmaßlich Tatbeteiligte angetroffen. Gegen die vier deutschen Tatverdächtigen im Alter von 16, 17 und zweimal 18 Jahren wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Graffiti eingeleitet. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 4.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zu beiden Sachverhalten dauern an. Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Rostock Newsroom Anne Schwartz Telefon: 0381 4916-3040 E-Mail: pressestelle-pp.rostock@polizei.mv-regierung.de