Couragierte Anwohnerin – Tatverdächtiger nach Sexualdelikt ermittelt
REGENSBURG. Am Donnerstagnachmittag, 16. Juli 2026, stellte eine Dame aus Pentling fest, dass eine Seniorin im Rollstuhl durch einen Mann bedrängt wird. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt aufgrund eines Sexualdeliktes gegen einen 61-jährigen deutschen Tatverdächtigen. Dieser wurde einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Eine aufmerksame Anwohnerin beobachtete am 16. Juli, gegen 15 Uhr, aus der Ferne, wie eine Rollstuhlfahrerin auf einem Feldweg in Pentling von einem Mann bedrängt wurde. Sie eilte der Seniorin zu Hilfe und sprach den Tatverdächtigen an. Dieser ergriff daraufhin mit seinem Kleinkraftrad die Flucht. Die Zeugin konnte sich das Kennzeichen des Fahrzeugs merken und unterstützte die Ermittlungen der Kriminalpolizei Regensburg dadurch maßgeblich. Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll der 61-jährige deutsche Tatverdächtige gegen den Willen der Rollstuhlfahrerin sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen haben.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde der 61-Jährige zwischenzeitlich einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl, setzte diesen jedoch unter Auflagen außer Vollzug.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Regensburg dauern an. Das Polizeipräsidium Oberpfalz bedankt sich ausdrücklich bei der couragierten Zeugin für ihr umsichtiges Handeln. Der Vorfall zeigt, wie wichtig Zivilcourage für die Sicherheit unserer Gesellschaft ist. Das Polizeipräsidium Oberpfalz weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Präventionskampagne „Mut beginnt im Alltag – Zivilcourage stärkt unsere Gesellschaft“ hin. Courage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Oft reicht es bereits aus, aufmerksam zu sein, Hilfe zu organisieren, andere Personen einzubeziehen oder die Polizei frühzeitig zu verständigen. Jede Form verantwortungsvollen Handelns kann dazu beitragen, Straftaten zu verhindern oder deren Aufklärung entscheidend zu unterstützen.
Veröffentlicht am 21. Juli um 08:51 Uhr