Bundespolizeidirektion München: Unruly Dog statt Unruly Passenger – Bundespolizei schreitet nach Zwischenfall an Bord ein
Einen nicht ganz alltäglichen Einsatz hatten Beamte der Bundespolizei am Flughafen München am Sonntag (26. Juli). Während die Bundespolizei üblicherweise wegen sogenannter Unruly Passenger - also randalierender oder renitenter Fluggäste - hinzugezogen wird, handelte es sich dieses Mal eher um einen "Unruly Dog".
Die Besatzung des Fluges LH1843 aus Valencia informierte die Bundespolizei nach der Landung darüber, dass eine 30-jährige georgische Staatsangehörige ihren mitgeführten Hund während des Fluges mehrfach aus der vorgeschriebenen Transportbox genommen hatte. Trotz wiederholter Aufforderungen durch die Crew, den Hund entsprechend der geltenden Sicherheitsbestimmungen wieder in der Transportbox unterzubringen, zeigte sich die Frau uneinsichtig und kam den Anweisungen nicht nach.
Nach der Ankunft wurde die 30-Jährige von einer Streife der Bundespolizei zur Dienststelle gebracht. Gegen sie wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Luftsicherheitsgesetz eingeleitet. Eine Sicherheitsleistung konnte aufgrund der Mittellosigkeit der Frau nicht erhoben werden.
Die Konsequenzen beschränkten sich jedoch nicht auf das behördliche Verfahren: Aufgrund ihres uneinsichtigen Verhaltens schloss die Fluggesellschaft die Hundebesitzerin von ihrem geplanten Weiterflug aus.
Und der vierbeinige Auslöser des Einsatzes? Bei dem ungewöhnlichen "Unruly Passenger" handelte es sich um einen Chihuahua, der die Reise offenbar lieber außerhalb seiner Transportbox verbringen wollte.
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