15-Jähriger wollte Viagra verkaufen
Die Bundespolizei kontrollierte am 25.07.26 am Haltepunkt Travemünder-Strand einen 15-jährigen Jugendlichen. Er hatte Viagra-Tabletten bei sich, die er wohl an Freunde und Bekannte verkaufen wollte.
Am Samstag, 25.07.2026 waren Beamte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt zur Unterstützung der Bundespolizeiinspektion Kiel anlässlich der Travemünder Woche 2026 am Haltepunkt Lübeck-Travemünde-Strand eingesetzt, als sie gegen 21:40 Uhr auf einen jungen Mann aufmerksam wurden. Er vermied den Blickkontakt und versuchte den Polizisten auszuweichen.
Der Jugendliche wurde daraufhin angehalten und aufgefordert sich auszuweisen. Aufgrund der Einstufung des Haltepunktes als gefährdetes Objekt für den Zeitraum der Travemünder Woche, wurde der 15-jährige Deutsche nach gefährlichen oder verbotenen Gegenständen befragt und durchsucht. In einem um den Hals getragenen Kartenetuis konnten -9- bunte Tabletten aufgefunden werden, die sich nicht in einer Originalverpackung befanden und keine Rückschlüsse auf den Wirkstoff erkennbar waren. Auf Befragen gab er an, dass es sich bei den blauen, roten und braunen Tabletten um das verschreibungspflichtige Arzneimittel Viagra handele, die unterschiedliche Konzentrationen des Wirkstoffes enthalten.
Auf die sich danach aufdrängende Frage, was er damit vorhabe, gab er an, diese für ein Entgelt an Freunde weitergeben zu wollen. Da die mutmaßlichen Viagra-Tabletten ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel darstellen, stand nun ein Straftatenverdacht im Raum und der Jugendliche wurde entsprechend belehrt. Die Erziehungsberechtigten wurden über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt.
Die Tabletten wurden sichergestellt und der 15-jährige gegen 23:00 Uhr mit Erlaubnis der Eltern und einem Platzverweis für das Veranstaltungsgelände aus den Maßnahmen entlassen.
Er muss sich nun wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz verantworten.
André Fischer - Pressestelle Bundespolizeiinspektion Kiel
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