Bundespolizeidirektion Hannover beteiligt sich am bundesweiten Schwerpunkteinsatz an den Hauptbahnhöfen Hamburg und Hannover- Bilanz zum Einsatz
Zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität beteiligte sich die Bundespolizeidirektion Hannover vom 24. bis 26. Juli 2026 an den Hauptbahnhöfen in Hamburg und Hannover an dem bundesweiten Schwerpunkteinsatz des Bundespolizeipräsidiums.
Die Einsatzmaßnahmen der Bundespolizeidirektion Hannover fanden in den Nächten von Freitag auf Samstag, sowie von Samstag auf Sonntag, jeweils in der Zeit von 18:00 Uhr bis
03:00 Uhr, an den beiden Hauptbahnhöfen statt.
Die Bundespolizeiinspektionen Hamburg und Hannover waren mit insgesamt 200 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Bundespolizei im Einsatz, verstärkt durch die Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit Hannover (MKÜ), Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei und Super-Recogniser.
Es erfolgte zudem über den gesamten Einsatzzeitraum eine abgestimmte, verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landespolizeien in Hamburg und Hannover, der DB Sicherheit sowie den weiteren Partnern aus den Sicherheitskooperationen der
Behörde.
Ziel war es durch die Erhöhung des Kontrolldrucks, die Gewaltkriminalität zu reduzieren, Straftäter aus der Anonymität zu heben sowie die Begehung von Straftaten zu verhindern.
Auch die Einhaltung der Allgemeinverfügungen zum Mitführverbot von gefährlichen Werkzeugen, Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messern aller Art wurde überwacht.
Bilanz des Einsatzes in Zahlen:
- 1.570 Identitätsfeststellungen und 2.440 Durchsuchungen
- 40 Sicherstellungen und Beschlagnahmen (davon u.a. Messer,
Drogen sowie weitere gefährliche Gegenstände wie
Reizstoffsprühgeräte)Besonders hervorzuhebender Sachverhalt:
Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Hannover und des städtischen Ordnungsdienstes der Landeshauptstadt Hannover bemerkten im Personentunnel des Hbf. Hannover eine 23-jährige Deutsche mit einem Schwert und einem Dolch am Gürtel. Die Beamten kontrollierten die junge Frau und überprüften die mittelalterliche Bewaffnung. Bei den Gegenständen handelte es sich augenscheinlich um metallene Nachbildungen von Filmartikeln, genauer Aragorn's Schwert "Anduril - die Flamme des Westens" und einen Dolch mit aufwendigen Verzierungen. Nach Angaben der jungen Frau war sie gerade auf dem Rückweg von einem Mittelalterfest. Trotz der harmlosen Beweggründe unterliegen die beiden Replika dem Waffenverbot im Hauptbahnhof und wurden sichergestellt. Der städtische Ordnungsdienst
Schriftstück bearbeiten leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoß gegen die Waffenverbotszone ein. Zusätzlich drohten die Bundespolizisten ein Zwangsgeld wegen der Zuwiderhandlung gegen die erlassene Allgemeinverfügung der Bundespolizeidirektion Hannover an.
Einordnung des Einsatzes durch den Präsidenten Michael Schuol der Bundespolizeidirektion Hannover:
"Die Feststellungen zeigen, dass diese Einsätze weiter notwendig sind, es werden immer noch zu viele gefährliche Gegenstände mitgeführt. Wir werden den Kontrolldruck weiterhin hochhalten und alles dafür tun, um für größtmögliche Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Reisenden zu sorgen. Messer und ähnliche Gegenstände gehören nicht in Bahnhöfe und Verkehrsmittel und werden nicht toleriert!"
Unter nachfolgendem Link kann die Pressemitteilung des Bundespolizeipräsidiums mit einer Bilanzierung des bundesweiten Gesamteinsatzes eingesehen werden: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/73990/6322514
Hinweis: Die statistischen Daten basieren auf einem Sondermeldedienst und können sich im Rahmen der Qualitätssicherung noch ändern.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeidirektion Hannover
Möckernstraße 30
30163 Hannover
Telefon: 0511 67675-4444
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