Polizei stoppt mehr als ausgedienten Lkw – 63 Mängel festgestellt
Im Rahmen einer Verkehrskontrolle haben Einsatzkräfte der Polizei in der vergangenen Woche eine Sattelzugkombination eines griechischen Transportunternehmens überprüft.
Bereits bei der ersten Sichtkontrolle fielen erhebliche technische Mängel auf. Rotgefärbte Bremsscheiben am Auflieger sind nie ein gutes Zeichen. Nicht mehr vorhandene Bremsklötze auch nicht.
Eine anschließende Begutachtung durch einen Sachverständigen ergab insgesamt 63 Mängel an der Fahrzeugkombination. Die große Mehrzahl war so erheblich, dass nur noch der Weg in die nächste Werkstatt erlaubt war. Zwei Mängel hätten - auch ohne alle anderen - schon alleine zur sofortigen Stilllegung geführt. Genau das haben die Einsatzkräfte dann auch getan. Und während der Fahrer sogar ein wenig froh schien, dass er mit dem Gefährt, das für ihn und alle anderen auf der Straße eine Gefährdung darstellte, nicht mehr fahren durfte, sahen die Firmeninhaber das völlig anders und erklärten, ihr Fahrer sei angewiesen, den Weg in Richtung Griechenland fortzusetzen. Die logische Konsequenz: Die Einsatzkräfte stellten zur Gefahrenabwehr die Kennzeichen sicher.
Nach Einschätzung des prüfenden Sachverständigen stellte die Fahrzeugkombination eine akute Gefahr für den Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer dar.
Gegen den Fahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und eine Sicherheitsleistung erhoben. Das Unternehmen bekommt die Kennzeichen erst zurück, wenn es nachweisen kann, dass der Lkw abgeschleppt wurde, repariert oder verschrottet ist.
Notiz am Rande: Die komplette Ladung, die aus Fässern und Gitterboxen bestand, war völlig ungesichert. /jk (659)
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