Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg bei Bockhorn erfolgreich entschärft
Am Montag, den 03.08.2026, wurde gegen 11:37 Uhr bei Erdarbeiten im Bereich eines Windparks zwischen Blauhand und Ellenserdammersiel ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg aufgefunden.
Der hinzugezogene Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) stellte fest, dass das Objekt zunächst freigelegt werden musste, um das weitere Vorgehen beurteilen zu können. Hierfür wurde ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet.
Da sich innerhalb des Gefahrenbereichs neben wenigen Wohnhäusern auch die Bundesautobahn 29 sowie die Bahnstrecke zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg befinden, waren umfangreiche Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen erforderlich. Die Evakuierung der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner erfolgte durch die Gemeinden Bockhorn und Zetel. Zudem wurden die A 29 zwischen den Anschlussstellen Varel/Bockhorn und Zetel, die Landesstraßen 815 und 816 sowie weitere angrenzende Straßen gesperrt. Der Bahnverkehr zwischen Varel und Sande wurde eingestellt, ebenso galt ein Überflugverbot für den betroffenen Bereich.
Nach Abschluss aller Sicherungsmaßnahmen wurde der Gefahrenbereich zusätzlich durch den Polizeihubschrauber kontrolliert, um auszuschließen, dass sich noch Personen innerhalb der Sperrzone aufhielten.
Um 18:05 Uhr konnten sämtliche Sperrmaßnahmen aufgehoben sowie der Bahn- und Luftverkehr wieder freigegeben werden.
Während der Sperrungen kam es auf den ausgewiesenen Umleitungsstrecken zu mehreren kleineren Verkehrsunfällen. Dabei entstand ausschließlich geringer Sachschaden; Personen wurden nicht verletzt.
An dem Einsatz waren neben dem Kampfmittelbeseitigungsdienst zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei, der Freiwilligen Feuerwehren, der Gemeinden Bockhorn und Zetel, der jeweiligen Bauhöfe sowie weiterer beteiligter Behörden und Organisationen beteiligt. Die Maßnahmen verliefen insgesamt planmäßig und konnten erfolgreich abgeschlossen werden.
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