Bundespolizeidirektion München: Unbekannte legen Äste und Steine auf Bahngleise – Bundespolizei sucht Zeugen

Am Montag (24. August 2026) gegen 20:25 Uhr wurde der Bundespolizei ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr im Bereich zwischen Mühldorf am Inn und Ampfing gemeldet. Der Triebfahrzeugführer eines Regionalzuges stellte während der Fahrt mehrere Äste sowie bis zu 20 Zentimeter große Steine im Gleisbereich fest und überfuhr die im Gleis befindlichen Gegenstände. Dabei entstanden ungewöhnliche Geräusche, weshalb der Zug anschließend zur Überprüfung in eine Werkstatt gebracht wurde. Bei einer Nachschau im betroffenen Gleisbereich wurden über mehrere Meter Spuren der überfahrenen Steine und Äste im Bereich beider Gleise festgestellt. Nach bisherigen Erkenntnissen könnten sich vor dem Vorfall Kinder oder Jugendliche mit Fahrrädern im Bereich der Gleise aufgehalten haben. Ob diese Personen mit dem Ablegen der Gegenstände in Zusammenhang stehen, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die Bundespolizei Freilassing hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die am Abend des 24. August 2026 im Bereich der Bahnstrecke zwischen Mühldorf am Inn und Ampfing verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den bislang unbekannten Personen geben können, werden gebeten, sich per E-Mail an bpoli.freilassing@polizei.bund.de oder unter der Telefonnummer 08654/ 7706-0 zu melden. Die Bundespolizei warnt eindringlich: Das Ablegen oder Einbringen von Gegenständen in den Gleisbereich stellt einen schweren Eingriff in den Bahnverkehr dar und kann katastrophale Folgen haben. Bereits kleinere Hindernisse können dazu führen, dass Züge entgleisen, Notbremsungen erforderlich werden oder es zu schweren oder tödlichen Verletzungen kommt. Fahrgäste, Zugpersonal und auch unbeteiligte Dritte werden dabei erheblich gefährdet. Auch das Betreten oder Aufhalten im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten. Züge können nicht ausweichen, nähern sich oft mit hoher Geschwindigkeit und haben einen sehr langen Bremsweg. Personen im Gleisbereich begeben sich daher in akute Lebensgefahr. Rückfragen bitte an: Elisabeth Sklorz Telefon: 08654 7706-106 Fax: 08654 7706-199 E-Mail: bpoli.freilassing.presse@polizei.bund.de Die Bundespolizeiinspektion Freilassing gewährleistet die Sicherheit in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und Mühldorf. Sie ist an 21 Grenzübergängen und einer Grenzlänge von insgesamt 225 Kilometer zuständig. Ferner fallen 72 Bahnhöfe und Haltepunkte in den Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion mit einem Personalbestand von knapp 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Neben dem Inspektionssitz in Freilassing besteht ein weiterer Standort beim Bundespolizeirevier in Mühldorf am Inn.