Kontrollen des Sachgebietes „TRuP“: Beamte stellten zu lautes Motorrad und rasanten E-Roller fest

(lei) Ein geschultes Gehör, ein wachsames Auge führten die Beamten des Sachgebiets "Tuner, Raser und Poser" (kurz: TRuP) am Samstag gleich mehrfach zu interessanten Feststellungen. Die Streife war wieder einmal im Rahmen der Verkehrsüberwachung im Einsatz, um für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen. Dabei wurden unter anderem ein Rotlichtverstoß sowie mehrere Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt und dokumentiert. Besonders hellhörig wurden die Beamten auf der Bundesstraße 521 im Bereich Nidderau. Dort machte ein Motorrad der Marke Harley-Davidson durch ein auffällig lautes Abgasgeräusch auf sich aufmerksam. Bei der anschließenden Kontrolle des 55-jährigen Fahrers und Halters stellten die Beamten fest, dass die verbaute Zubehörabgasanlage über eine manuelle Klappensteuerung verfügte. Diese stand zum Kontrollzeitpunkt unerlaubterweise in der "Offen-Stellung". Die anschließende Überprüfung ergab deutliche Überschreitungen der in der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragenen Grenzwerte für das Stand- und Fahrgeräusch. Damit war die Betriebserlaubnis des Motorrades erloschen. Die Maschine wurde sichergestellt und soll nun einem Gutachter vorgeführt werden. Auf den Fahrer und Halter kommen neben einem entsprechenden Bußgeld auch die Kosten für die Begutachtung zu. Für einen besonderen Moment sorgte am Nachmittag eine weitere Feststellung in Mühlheim am Main. Die Beamten staunten nicht schlecht, als ein E-Scooter die Streife auf dem linken Fahrstreifen überholte. Die Geschwindigkeit des kleinen Gefährts betrug dabei ganz offensichtlich über 50 Stundenkilometer - obwohl es eigentlich nur 20 km/h fahren dürfte. Wenige Meter weiter hieß es für den 14 Jahre alten Nutzer "Stopp, Polizei!". Nach eigenen Angaben habe er eine Erprobungsfahrt unternommen. Dass diese, durch das Videonachfahrsystem dokumentierte Tour nicht nur regelwidrig, sondern auch durchaus gefährlich war, verdeutlichte ein Blick auf die Bremsen des Elektrokleinstfahrzeuges, denn diese funktionierten nicht mehr richtig. Der E-Scooter wurde daher sichergestellt und wird nun ebenfalls einem Gutachter vorgeführt. Dabei soll unter anderem geklärt werden, welche Höchstgeschwindigkeit das Fahrzeug tatsächlich erreichen kann. Für den Jugendlichen hat die Fahrt entsprechende Konsequenzen: Ihn erwartet eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Zudem besteht aufgrund der Manipulation hinsichtlich der Höchstgeschwindigkeit der Verdacht des Erlöschens der Betriebserlaubnis. Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südosthessen - Pressestelle - Spessartring 61 63071 Offenbach am Main Telefon: 069 / 8098 - 1210 (Sammelrufnummer) Thomas Leipold (lei) - 1201 oder 0160 / 980 00745 Felix Geis (fg) - 1211 oder 0162 / 201 3806 Claudia Benneckenstein (cb) - 1212 oder 0152 / 066 23109 Maximilian Edelbluth (me) - 1213 oder 0160 / 96487309 Fax: 0611 / 32766-5014 E-Mail: pressestelle.ppsoh@polizei.hessen.de