W Schusswaffen ausgedruckt – Gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal
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Gestern (31.08.2026) durchsuchten Polizeibeamte auf Anordnung der
Staatsanwaltschaft die Wohnung eines 55-jährigen Wuppertalers in der
Elberfelder Südstadt. Der Durchsuchung voraus ging ein Hinweis des
Arbeitgebers des Beschuldigten. Dieser hatte bei einer routinemäßigen
Kontrolle der Computer festgestellt, dass Dateien zum Bau von
Schusswaffen von einem Mitarbeiter heruntergeladen und gespeichert
worden waren. Eine anschließende Kontrolle des Spindes des
krankheitsabwesenden Mitarbeiters führte unter anderen zum Fund einer
scharfen Schusswaffe. Seitens des Arbeitgebers wurde daraufhin die
Polizei informiert, die weitere Ermittlungen einleitete und die Waffe
sicherstellte.
Durch die von der Polizei informierte Staatsanwaltschaft wurde
daraufhin bei dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Wuppertal ein
Durchsuchungsbeschluss erwirkt und dessen Vollstreckung angeordnet.
Angesichts der zu erwartenden weiteren Bewaffnung des Beschuldigten
wurden hierzu erhebliche Kräfte zusammengezogen.
.
Bei der Durchsuchung wurden drei unterschiedliche, mittels eines
3D-Druckers hergestellte Schusswaffen, eine Vielzahl von
waffenrechtlich verbotenen Bauteilen, eine größere Menge scharfer
Munition, zehn erlaubnisfreie Waffen und zwei 3D-Drucker, bei denen
einer im Moment des polizeilichen Zugriffs lief, sichergestellt.
Zudem fanden sich Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte
jedenfalls in den vergangenen Jahren einen rechtsextremen Inhalt im
Internet geliket hatte. Weiterhin wurde bei ihm eine Anstecknadel mit
einem Hakenkreuzsymbol aufgefunden. In seiner Vernehmung leugnete er
ein politisches Motiv für seine Bewaffnung.
Die umfangreichen Ermittlungen, auch zur Motivlage, gegen den bislang
unbescholtenen Beschuldigten dauern an. Für den Fall einer
Verurteilung droht ihm wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz
eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren.Rückfragen bitte an:
Staatsanwaltschaft Wuppertal
Herr Oberstaatsanwalt
Wolf-Tilman Baumert
0202/5748-410