20260917-2-PDNMS-Betrug durch falsche POlizeibeamte in Güby/Fleckeby
Am 16.09.2026 ist es in Güby zu einem vollendeten Betrug durch falsche Polizeibeamte gekommen. Nach derzeitigem Kenntnisstand übergab die Geschädigte dabei Schmuck und Wertgegenstände im sechsstelligem Wert an einen bislang unbekannten Täter.
Am Mittwochmittag erhielt, nach bisherigen Erkenntnissen, die Geschädigte einen Anruf von einem Mann, der sich als Polizeibeamter ausgab. Der Anrufer habe behauptet, dass die Tochter der Geschädigten einen Verkehrsunfall gehabt habe und nun eine Kaution bezahlt werden müsse. Im weiteren Verlauf wurde die Geschädigte von einer zweiten Person angerufen, die sich als Staatsanwalt ausgab.
Gegen 15:30 Uhr sei ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift der Geschädigten in Güby erschienen. Dabei habe die Geschädigte dem Mann Schmuck übergeben. Gegen 17:00 Uhr habe die Geschädigte auf einem Supermarktparkplatz in der Hauptstraße in Fleckeby weitere Wertgegenstände im sechsstelligem Wert übergeben. Nach der Übergabe bemerkte die Geschädigte den Betrug und informierte die Polizei.
Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:
- Männlich
- 20 bis 30 Jahre alt
- Normale Statur
- Deutsches Erscheinungsbild
- Kurze, dunkle Haare
- Brille
- StrickjackeDie Kriminalpolizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zur Tat, zu der beschriebenen Person oder zu verdächtigen, unbekannten Fahrzeugen im Bereich Güby/Fleckeby geben können, sich unter der Telefonnummer 04351-89212600 zu melden.
Als Polizei warnen wir vor dieser Betrugsmasche und geben erneut Hinweise in dieser Sache:
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufende als Polizeibeamte,
Staatsanwälte oder andere Amtspersonen ausgeben und Geld oder
Wertsachen fordern.
- Die Polizei nimmt niemals Bargeld, Schmuck oder anderen
Wertgegenständen in Verwahrung.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Betrüger arbeiten
gezielt mit Angst und Zeitdruck.
- Beenden Sie im Zweifel das Gespräch und wählen Sie selbstständig
den Polizeinotruf 110.
- Sprechen Sie mit Angehörigen, Freunden oder Nachbarn über solche
Anrufe. Insbesondere ältere Menschen sollten über diese
Betrugsmasche informiert sein.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte
Personen.
- Weitere Informationen und Präventionshinweise zu dieser und
anderen Betrugsmaschen finden Sie unter www.polizei-beratung.de.Mira Grunicke - Pressesprecherin Polizeidirektion Neumünster
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Neumünster
Pressestelle
Telefon: 04321-945 2222