Betrüger mit Schockanruf erfolgreich – Kripo ermittelt

HERRSCHING A. AMMERSEE, LKRS. STARNBERG.Am gestrigen Donnerstag wurde eine Rentnerin in einem Herrschinger Ortsteil Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen. Am späten Nachmittag erhielt die Seniorin einen Anruf eines angeblichen Arztes. Dieser teilte ihr mit, dass ihre Tochter an Krebs erkrankt sei und nur durch die dringende Verabreichung teurer Medikamente geheilt werden könnte. Die verunsicherte Dame ließ sich auf die Forderung ein und übergab in der Folge Bargeld in Höhe von 100 000 Euro an einen etwa 30-40 Jahre alten, hell gekleideten Abholer mit blonden, lockigen Haaren. Im Anschluss erfolgte ein weiterer Anruf mit dem Inhalt, dass die übergebene Summe nicht für eine Rettung ausreichen würde. Den neuerlichen Forderungen kam die 75-Jährige nicht nach und verständigte die Polizei. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen und rät in diesem Zusammenhang: Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen. Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste! Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an! Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen! Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei! ​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter! Weitere Informationen zum Thema Schockanruf bzw. Betrug über Messengerdienst finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne LEG AUF!