BPOLI EBB: Zug knapp vor gefährlichem Gleishindernis gewarnt

10.10.2026 | 20:30 Uhr | Sohland a.d. Spree Ein aufmerksamer Bahnmitarbeiter konnte am Abend des 10. Oktober 2026 in Sohland / Spree vermutlich ein Zugunglück verhindern. Unbekannte haben am Bahnhaltepunkt auf einer Strecke von etwa 100 Metern Schottersteine zumindest immer wieder mehrere Meter am Stück auf die Schienenstränge gelegt. Ein Rangierer hatte dieses Hindernis trotz Dunkelheit bemerkt und konnte den um 20:22 Uhr aus Richtung Bichofswerda kommenden Regionalexpress mit einem Lichtsignal warnen, sodass dieser regulär ohne weitere Gefährdung für die Bahnreisenden am Bahnsteig halten konnte. Eine solche Ansammlung von Schottersteinen auf den Schienenköpfen können bei Überfahrt zu schweren Schäden am Schienenfahrzeug und eventuell auch zu einer Entgleisung führen. Ob diese Gefahr im vorliegenden Fall bestanden hat, sollen die Ermittlungen wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ergeben. Der Rangierer und der Triebfahrzeugführer haben noch vor Ankunft der Bundespolizei die Steine aus dem Fahrweg des Regionalexpresses geräumt. Dieser konnte nach Aufhebung einer kurzzeitigen Streckensperrung seine Fahrt in Richtung Zittau fortsetzen. Es entstanden für zwei Züge 78 Verspätungsminuten. Die Bundespolizeiinspektion Ebersbach bittet unter 03586 / 76020 um Hinweise zu Tat und Tätern. Rückfragen bitte an: Bundespolizeiinspektion Ebersbach Pressesprecher Alfred Klaner Telefon: 0 35 86 - 7 60 22 45 E-Mail: bpoli.ebersbach.oea@polizei.bund.de