Niederbayern: Erneuter Callcenterbetrug in russischer Sprache
DINGOFLING. Bereits am 06.10.2026 kam es zu einem sogenannten Schockanruf bei dem eine 75-jährige Frau schließlich mehrfach Bargeld an einen bislang unbekannten Abholer übergeben hatte. Die Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise.
Angehörige meldeten den betrügerischen Anruf am 10.10.2026 der Polizei Dingolfing. Ersten Erkenntnissen nach rief eine männliche Person am 06.10.2026 die 75-Jährige auf ihrer Festnetznummer an. Er gab an, dass die vermeintliche Tochter in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen und nun eine Kaution zu übergeben sei. Am Telefon sprach auch weinende Frauenstimme, die die angebliche Tochter simulieren sollte.
Die weiteren Gespräche fanden schließlich über das Handy der Seniorin statt. Diese übergab im Verlauf der Telefonate zweimal Bargeld in Gesamthöhe eines mittleren vierstellen Eurobetrages an einen bislang unbekannten Mann. Alle Telefonate wurden in russischer Sprache geführt. Ebenso sprach der Abholer russisch. Zu diesem ist bislang nur bekannt, dass er eher kleiner war, schlank, dunkle Kleidung trug und kurzes, schwarzes Haar hatte.
Zeugenaufruf
Die Kriminalpolizei Niederbayern hat die Ermittlungen zum Betrugsfall übernommen. Diese bittet Personen, die verdächtige Wahrnehmungen im Bereich Kettelerstraße, Böcklerstaße oder Sankt-Josef-Platz gemacht haben oder sachdienliche Hinweise zum unbekannten Abholer geben können, sich bei der Polizei Dingolfing unter der 08731/3144-0 zu melden.
Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, POKin Hiller, Tel. 09421/868-1013
Veröffentlicht: 12.10.2026, 14.35 Uhr