BPOLI MD: Mit Stein gedroht: Bundespolizei ermittelt gegen 19-Jährigen nach Vorfall in Regionalbahn
Am Sonntag, den 11. Oktober 2026 informierte die Notfallleitstelle der Bahn in Leipzig um 18:55 Uhr die Bundespolizei über einen Vorfall in ei-ner Regionalbahn auf der Strecke von Meitzendorf nach Groß Ammensleben. Aufgrund des aggressiven Verhaltens eines Reisenden blieb der Zug im Bahnhof Groß Ammensleben mit verschlossenen Türen stehen, bis die Einsatzkräfte eintrafen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der Mann zuvor mit seinem Hund im Gleisbereich des Bahnhofs Meitzendorf aufgehalten. Später betrat er, trotz verweigerten Einstiegs, den Zug und stieß dabei den Zugbegleiter zurück. Während der Fahrt sprach eine Reisende den 19-Jährigen auf die fehlende Leine seines Hundes an. Daraufhin bedrohte dieser die Frau verbal, deutete einen Kopfstoß an und zog an ihrer Schulter. Die Geschädigte blieb glücklicherweise unverletzt. Am Bahnhof Groß Ammensleben stieg der Deutsche aus dem genutzten Zug aus und forderte den Zugbegleiter sowie einen weiteren Reisenden aggressiv auf, den Zug zu verlassen. Zudem nahm er einen Stein auf und deutete einen Wurf in Richtung der geöffneten Zugtür an. Die Türen wurden daraufhin bis zum Eintreffen der Bundespolizisten verriegelt. Bundespolizisten stellten vor Ort die Identität des Tatverdächtigen zweifelsfrei fest und führten ihn weiteren strafprozessualen Maßnahmen zu. Im Anschluss erhielt der Heranwachsende einen Platzverweis. Durch den Sachverhalt kam es bei fünf Zügen zu insgesamt 222 Minuten Verspätung. Die Bundespolizei ermittelt nun unter anderem wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Hausfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Nötigung, Bedrohung und wegen des Erschleichens von Leistungen.
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