Offenburg – Pfählerpark im Blick – Erfolge bei Kontrollmaßnahmen
Einsatzkräfte des Polizeireviers Offenburg sowie der Polizeihundeführerstaffel haben am Montag und Donnerstag mit Unterstützung von Beamten des Polizeipräsidiums Einsatz und der Bundespolizei sowie Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Offenburg gezielte und sichtbare Kontrollmaßnahmen im Bereich des Pfählerparks durchgeführt. Ziel ist es, die objektive Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger des stark frequentierten Bereichs zu gewährleisten und das persönliche Sicherheitsgefühl jedes einzelnen zu erhöhen. Neben den Anwohnern und Berufspendlern stellt der Bereich rund um den Zentralen Omnibusbahnhof insbesondere tagsüber eine Durchgangsstation vieler Schulkinder, Jugendlicher und Heranwachsender dar, weshalb es den Sicherheitsverantwortlichen wichtig ist, dort begangene Ordnungsstörungen und Straftaten konsequent zu verfolgen und bestenfalls durch Präsenz bereits im Vorfeld zu verhindern.
Guido Kühn, Leiter des Polizeireviers Offenburg: "Zuletzt haben wir im Zuge unserer ständigen Beobachtung und Bewertung der Bahnhofssituation eine Veränderung der Lage festgestellt. Mit teilweise nicht sichtbaren Maßnahmen haben uns Aufklärungserkenntnisse seit Anfang Oktober Hinweise für Verstöße im Betäubungsmittelbereich geliefert, weshalb wir nun im engen Austausch mit der Stadt Offenburg sowie der Bundespolizei verstärkte offene Kontrollmaßnahmen durchführen. Zudem erreichten uns auch Bürgerbeschwerden, die unsere polizeilichen Wahrnehmungen bestätigten."
Mit der verstärkten Präsenz sollen alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch Besucher und Pendler die Möglichkeit erhalten, direkt mit den dortigen Polizeibeamten in Kontakt zu treten, Beobachtungen mitzuteilen oder Unterstützung zu suchen.
In den Kontrollbereich wurden auch die Gaswerkstraße, die Vogesenstraße und der Franz-Volk-Park mit einbezogen. Erfahrungsgemäß sind dort regelmäßig entsprechende Ansammlungen von verdächtigen Personen zu beobachten. Es handelt sich hierbei auch um viele Personen, die außerhalb von Offenburg wohnen und teils mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Offenburg gelangen.
Bei den Kontrollmaßnahmen am Montag konnten unter anderem zwei mutmaßliche Drogendealer festgestellt werden. Zwei Männer im Alter von 25 und 52 Jahren mit gambischer beziehungsweise senegalesischer Staatsangehörigkeit stehen im Verdacht, Handel mit Kokain, Cannabis und Marihuana betrieben zu haben. Bei einer durch die Staatsanwaltschaft Offenburg beim Amtsgericht Offenburg erwirkten Wohnungsdurchsuchung konnte bei dem jüngeren Tatverdächtigen entsprechendes Beweismaterial aufgefunden und sichergestellt werden. Darüber hinaus sind noch Ermittlungen wegen weiteren Handelsdelikten mit Betäubungsmittel im Gange, bei denen verschiedene Personen im Verdacht stehen, arbeitsteilig vorgegangen zu sein.
Bei einem der mutmaßlichen Käufer der angebotenen Drogen handelt es sich um einen 19-Jährigen deutschen Staatsbürger. Der amtsbekannte Heranwachsende steht bei den Beamten des Polizeireviers Offenburg schon das ganze Jahr über wegen verschiedener Straftaten im Fokus. Ihm werden mehrere Taten in verschiedenen Deliktsbereichen angelastet, aber hauptsächlich Diebstahls- und Eigentumsdelikte zur Beschaffung von Betäubungsmitteln. Ermittler im Haus des Jugendrechts kümmern sich um die weiterführenden Maßnahmen hinsichtlich des 19-Jährigen.
Bei den durchgeführten Kontrollen kam es am Montag überdies zu einer Widerstandshandlung durch einen 27 Jahre alten Mann. Verletzt wurde hierbei niemand.
Am Donnerstag führten die Kontrollen zu zwei weiteren vorläufigen Festnahmen von mutmaßlichen Dealern. Bei einem 44 Jahre alten Tatverdächtigen konnte verhindert werden, dass er eine Kokainplombe verschluckt. Im Zuge der weiteren polizeilichen Maßnahmen wurde bei dem nigerianischen Staatsangehörigen nach Einholung eines Gerichtsbeschlusses über die Staatsanwaltschaft Offenburg dessen Wohnung durchsucht. Hierbei fanden die Einsatzkräfte knapp 30 Gramm Haschisch bei dem Mittvierziger. Auch gegen einen 36-jährigen Gambier wurde ein Strafverfahren wegen Handels mit Betäubungsmitteln eingeleitet. Die Ermittlungen hierzu dauern in beiden Fällen noch an. Neben den mutmaßlichen Dealern wurden auch mehrere Käufer der Drogen überprüft. Es handelte sich hierbei um Personen unterschiedlicher Nationalitäten. Bei einem 23 Jahre alten syrischen Staatsangehörigen konnten 29 Gramm aufgefunden werden.
Darüber hinaus wurden in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Offenburg mehrere Aufenthaltsverbote gegen auffällige Personen erwirkt. Die betreffenden Personen dürfen sich bis auf weiteres nicht im Bereich des Pfählerparks aufhalten. Eine Person konnte am Donnerstag festgestellt werden, die gegen das Aufenthaltsverbot verstoßen hatte. Gegen den Mann wurde ein Platzverweis ausgesprochen und er muss mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.
Die Kontrollmaßnahmen werden fortgeführt.
/wo
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