Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/Emden für den 26.10.2026 mit einem Präventionshinweis

++ Telefonbetrüger nehmen Borkum ins Visier - bislang kein Schaden bekannt ++ Betrüger versuchen, Bankkunden mit QR-Code zu täuschen ++ + Borkum - Telefonbetrüger nehmen Borkum ins Visier - bislang kein Schaden bekannt + Falsche Polizeibeamte meldeten sich bei zahlreichen Borkumer Bürgern und berichteten von einer angeblicher Einbruchsserie. Dabei fragten die Täter vor allem nach Bargeld und Goldschmuck Auch auf der Nordseeinsel Borkum versuchen Telefonbetrüger, mit einer bekannten Masche an die Wertsachen der Menschen zu gelangen. Bei der Polizei sind mehrere Meldungen über Anrufe falscher Polizeibeamter eingegangen. Dabei nutzen die Anrufer eine angebliche Einbruchsserie als Vorwand, um gezielt nach Bargeld und Goldschmuck zu fragen. Im Gespräch behaupten die Betrüger, dass es auf der Insel vermehrt zu Einbrüchen gekommen sei. Außerdem sei ein mutmaßlicher Täter festgenommen worden, bei dem eine Liste mit weiteren möglichen Opfern gefunden worden sei. Die Angerufenen sollen dadurch glauben, dass auch sie in Gefahr seien und ihre Wertsachen vor einem möglichen Zugriff schützen müssten. Angeblich wolle die Polizei Bargeld und Schmuck deshalb in Verwahrung nehmen. Tatsächlich handelt es sich um eine Betrugsmasche. Die Täter versuchen, ihre Gesprächspartner durch eine erfundene Geschichte zu verunsichern und zur Herausgabe ihrer Wertsachen zu bewegen. Bislang sind der Polizei entsprechende Anrufe bekannt. Ein finanzieller Schaden wurde nach bisherigem Kenntnisstand nicht mitgeteilt. Umso wichtiger ist es, die Masche frühzeitig zu erkennen und andere Menschen darüber zu informieren. Die Polizei weist darauf hin, dass echte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte weder Bargeld noch Schmuck abholen, um diese angeblich vor Einbrechern zu schützen. Auch eine behauptete Festnahme oder eine angebliche Liste mit weiteren Einbruchszielen ist kein Grund, solchen Forderungen Glauben zu schenken. Die Polizei rät: - Beenden Sie verdächtige Telefonate sofort. - Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen an unbekannte Personen. - Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und ziehen Sie im Zweifel eine Vertrauensperson hinzu. - Verständigen Sie bei verdächtigen Anrufen die Polizei über die Ihnen bekannte Telefonnummer oder im akuten Verdachtsfall über den Notruf 110.Sprechen Sie auch mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn über diese Betrugsmasche. Wer die Vorgehensweise kennt, kann einen Betrugsversuch leichter erkennen und verhindern, dass die Täter Erfolg haben. + Landkreis Leer - Polizei warnt vor Quishing: Betrüger versuchen, Bankkunden mit QR-Codes zu täuschen + Im Zeitraum vom 13.10.2026 bis zum 19.10.2026 erhielten mehrere Kunden eines hiesigen Bankinstituts vermeintliche Anschreiben, in denen sie aufgefordert wurden, ihre persönlichen Daten mithilfe eines enthaltenen QR-Codes zu bestätigen. Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um sogenanntes Quishing, eine besondere Form des Phishings, bei der QR-Codes eingesetzt werden, um an persönliche Daten von Betroffenen zu gelangen. Die Empfänger der Schreiben werden dazu aufgefordert, den abgedruckten QR-Code mit ihrem Smartphone zu scannen. Dieser führt möglicherweise auf eine gefälschte Internetseite, die der offiziellen Webseite des jeweiligen Bankinstituts täuschend ähnlich sieht. Dort sollen die Betroffenen ihre persönlichen Daten, Zugangsdaten zum Onlinebanking oder weitere sensible Informationen eingeben. Die übermittelten Daten können anschließend von den Tätern missbräuchlich verwendet werden, beispielsweise um unberechtigte Zugriffe auf Bankkonten zu ermöglichen oder betrügerische Transaktionen vorzubereiten. Das Gefährliche an dieser Betrugsmasche ist, dass QR-Codes auf den ersten Blick unverdächtig wirken und die tatsächliche Internetadresse vor dem Scannen häufig nicht ohne Weiteres erkennbar ist. Durch die Nutzung des Smartphones können gefälschte Webseiten zudem schwerer zu erkennen sein. Die Polizei rät: - Seien Sie misstrauisch: Sehen Sie QR-Codes in unerwarteten Anschreiben kritisch entgegen, insbesondere wenn Sie zur Bestätigung persönlicher oder finanzieller Daten aufgefordert werden. - Prüfen Sie den Absender: Kontrollieren Sie, ob das Schreiben tatsächlich von dem angegebenen Bankinstitut stammt. Wenden Sie sich im Zweifel über die Ihnen bekannte Telefonnummer an Ihre Bank. - Kontrollieren Sie die Internetadresse: Prüfen Sie vor dem Öffnen einer Webseite die angezeigte URL. Achten Sie auf ungewöhnliche oder abweichende Internetadressen. - Geben Sie keine sensiblen Daten preis: Übermitteln Sie keine Zugangsdaten zum Onlinebanking, PINs, TANs oder sonstige vertrauliche Informationen über Links oder Webseiten, deren Echtheit Sie nicht zweifelsfrei überprüfen können. - Nutzen Sie offizielle Zugangswege: Rufen Sie die Webseite Ihrer Bank direkt über die bekannte Internetadresse auf oder verwenden Sie die offizielle Banking-App. - Handeln Sie im Schadensfall schnell: Sollten Sie bereits Daten eingegeben oder einen finanziellen Schaden erlitten haben, kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Bank, lassen Sie gegebenenfalls den Onlinebanking-Zugang sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.Die Polizei empfiehlt, verdächtige Schreiben nicht zu ignorieren, sondern diese sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls zur Anzeige zu bringen. Bereits ein kurzer Moment der Vorsicht kann dazu beitragen, einen finanziellen Schaden zu verhindern. Hinweise bitte an: Polizei Leer 0491-976900 Polizei Emden 04921-8910 Autobahnpolizei Leer 0491-960740 Polizeistation Borkum 04922-91860 Polizeistation Bunde 04953-921520 Polizeistation Filsum 04957-928120 Polizeistation Hesel 04950-995570 Polizeistation Jemgum 04958-910420 Polizeistation Moormerland 04954-955450 Polizeistation Ostrhauderfehn 04952-829680 Polizeistation Rhauderfehn 04952-9230 Polizeistation Uplengen 04956-927450 Polizeistation Weener 04951-914820 Polizeistation Westoverledingen 04955-937920 Rückfragen bitte an: Polizeiinspektion Leer/Emden Nora Viße, Polizeikommissarin Sachbearbeiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telefon: 0491-97690 114 E-Mail: pressestelle@pi-ler.polizei.niedersachsen.de