Verlorener Reisepass deckt Unstimmigkeiten beim Visum auf

Ein vermeintlich routinemäßiger Besuch bei der Bundespolizeiinspektion Rostock führte am Montag (26. Oktober 2026) zu Ermittlungen gegen einen 68-jährigen armenischen Staatsangehörigen. Der Mann meldete den Verlust seines Reisepasses. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellten die Einsatzkräfte jedoch Unstimmigkeiten hinsichtlich seines Aufenthaltsrechts fest. Die bulgarischen Behörden erteilten ihm ein Schengenvisum für einen Aufenthalt von insgesamt 16 Tagen. Laut dem europäischen Einreise-/Ausreisesystem (Entry/Exit System, EES) reiste der 68-Jährige am 9. Oktober 2026 über den Flughafen Mailand in den Schengenraum ein. Zum Zeitpunkt der Kontrolle überschritt er die erlaubte Aufenthaltsdauer bereits um zwei Tage. Weitere Ermittlungen begründeten den Verdacht der Visaerschleichung. Nach bisherigen Erkenntnissen beabsichtigte der Mann offenbar zu keinem Zeitpunkt nach Bulgarien zu reisen. Die Abweichung zwischen dem angegebenen Reiseziel und seiner tatsächlichen Reiseroute legte er nicht dar. Die Bundespolizeiinspektion Rostock leitete Strafverfahren wegen des Verdachts der Visaerschleichung, der unerlaubten Einreise sowie des unerlaubten Aufenthalts ein. Es gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung. Im Anschluss setzten die Einsatzkräfte dem Mann eine Frist Deutschland zu verlassen. Rückfragen bitte an: Bundespolizeiinspektion Rostock Kopernikusstr. 1d 18057 Rostock Sascha Alexas Telefon: 0381 / 2083 - 1003 E-Mail: presse.hro@polizei.bund.de Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt gewährleistet als Bundesbehörde die Wahrnehmung ihrer übertragenen Aufgaben in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie auf Nord- und Ostsee. Etwa 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter Polizei- und Verwaltungsbeamte sowie Angestellte, sorgen auf Grundlage des Bundespolizeigesetzes und weiterer Rechtsvorschriften im Rahmen der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung für Sicherheit an den Grenzen, auf Bahnanlagen und auf See. Die nachgeordneten Bundespolizeiinspektionen in Flensburg, Kiel, Rostock, Stralsund und Pasewalk sowie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock und die Kräfte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit sind 24/7 im Einsatz. Mit den Bundespolizeiinspektionen See in Neustadt in Holstein, Warnemünde und Cuxhaven sowie der maritimen Kriminalitätsbekämpfung im Direktionsbereich See und einem eigenen Maritimen Schulungs- und Trainingszentrum, verfügt die Bundepolizeidirektion Bad Bramstedt bundesweit einzigartig über eine maritime Einsatzkomponente. Die Bundespolizei See schützt und überwacht Tag und Nacht die Seegrenze (EU-Außengrenze), maritime kritische Infrastruktur, den Seeverkehr auf Nord- und Ostsee mit modernen und leistungsfähigen Einsatzschiffen und -booten. Weitere Informationen zur Bundespolizei und zur Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt erhalten Sie unter .