Betrug von falschem Bankmitarbeiter

Mann durch täuschend echte E-Mail und Telefonanruf betrogen Ein Mann aus Pulheim ist am Montag (26. Oktober) Opfer einer Betrugsmasche geworden. Die Polizei Rhein-Erft-Kreis warnt vor solchen dreisten Maschen und gibt Präventionshinweise. Nach ersten Erkenntnissen erhielt der Mann gegen 7.30 Uhr eine E-Mail, in der er aufgefordert wurde, seine Daten bei einem Steuerportal zu aktualisieren. Über einen in der Nachricht enthaltenen Link sei er auf eine täuschend echt aussehende Internetseite gelangt. Dort habe er persönliche Daten eingegeben. Mehrere Stunden später erhielt er einen Anruf von einem angeblichen Bankmitarbeiter. Auf dem Telefondisplay sei dabei der Name seiner Bank angezeigt worden. Der Anrufer habe erklärt, dass die Aktualisierung der Daten des Steuerportals telefonisch vorgenommen werden müsse. Im weiteren Verlauf des Gespräches habe habe der Geschädigte nach dem Download einer weiteren Software mittels TAN mehrere Überweisungen bestätigt, die der falsche Bankmitarbeiter als Legitimierungen für die Aktualisierung der Daten vorgetäuscht habe. Als der Pulheimer den Betrug bemerkte, erstattete er Anzeige auf einer Polizeiwache. Die Beamtinnen und Beamten des Kriminalkommissariats 12 haben die Ermittlungen aufgenommen. Betrüger können durch sogenanntes "Telefon-Spoofing" eine Telefonnummer manipulieren, sodass auf dem Telefondisplay beispielsweise die Rufnummer der eigenen Bank oder sogar der Polizei erscheint. Die angezeigte Nummer ist daher kein sicherer Beweis für die Echtheit des Anrufers. Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch, legen sie auf und kontaktieren Sie Ihre Bank selbstständig über eine Ihnen bekannte Telefonnummer. Die Polizei rät: Bleiben Sie skeptisch. Bankmitarbeitende fragen nie nach Ihren Zugangsdaten oder bitten Sie Software auf ihren Rechner herunterzuladen. Geben Sie keine Informationen zu Wertgegenständen, Bargeldbeständen oder Bankkonten an Anrufer heraus. Informieren Sie die Polizei unter der Notrufnummer '110' über derartige Vorfälle. Das sollten Sie auch in dem Fall tun, wenn Sie einen Betrugsversuch selbst unterbunden haben. (nf) Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telefon: 02271 81-3305 Fax: 02271 81-3309 Mail: pressestelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de