Rund 900 Cannabispflanzen entdeckt – Kriminalpolizei durchsucht fünf Objekte im Rhein-Sieg-Kreis
Bei Durchsuchungen in Troisdorf, Sankt Augustin und Ruppichteroth hat die Kriminalpolizei am Dienstag (27. Oktober) eine professionell angelegte Cannabisplantage mit rund 900 Pflanzen entdeckt. Die Maßnahmen erfolgten im Rahmen von umfangreichen Ermittlungen wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln und Cannabis.
Im Zuge der teilweise verdeckt geführten Ermittlungen hatten sich Hinweise darauf ergeben, dass in einem Einfamilienhaus im Troisdorfer Ortsteil Spich eine Cannabisplantage betrieben werden könnte. Nachdem sich der Verdacht erhärtet hatte, erwirkte die Staatsanwaltschaft Bonn beim Amtsgericht Bonn entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse.
Am Dienstagmorgen wurden die Beschlüsse durch Einsatzkräfte der Kriminalpolizei vollstreckt. Durchsucht wurden zwei Wohnungen und ein Ladenlokal in Sankt Augustin, eine Wohnung in Ruppichteroth sowie das Einfamilienhaus in Troisdorf-Spich.
In dem Einfamilienhaus bestätigte sich der Verdacht: Drei Kellerräume waren für den Betrieb einer Cannabisplantage umgebaut worden. Darin befanden sich rund 900 Cannabispflanzen, die sich noch in einem frühen Wachstumsstadium befanden.
Darüber hinaus ergaben sich Hinweise auf Manipulationen an der Stromversorgung des Gebäudes, so dass die Stadtwerke Troisdorf hinzugezogen wurden. Zur Unterstützung bei den Sicherungsmaßnahmen sowie beim Abtransport der Pflanzen und der technischen Ausstattung wurde das Technische Hilfswerk (THW) hinzugezogen.
Bei den Durchsuchungen in Sankt Augustin kamen zudem speziell ausgebildete Rauschgiftspürhunde zum Einsatz.
Neben den Cannabispflanzen stellten die Einsatzkräfte mehrere Mobiltelefone sowie weitere potenzielle Beweismittel sicher.
Drei Tatverdächtige im Alter von 42 bis 49 Jahren wurden im Zuge der polizeilichen Maßnahmen erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen.
Die weiteren Ermittlungen führt das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Sieg-Kreis. Dabei geht es insbesondere um die Tatbeteiligung der einzelnen Tatverdächtigen, die Hintergründe des Plantagenbetriebs und die Frage, ob und in welchem Umfang Cannabis angebaut und geerntet wurde.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. (pa)
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