Einsatzgeschehen in der Halloweennacht 2026
Ingolstadt, Oberbayern Nord, 01.11.2026_Trotz im Vorfeld befürchteter Bedenken hinsichtlich möglicher Protestaktionen und eines erhöhten Einsatzaufkommens zieht das Polizeipräsidium Oberbayern Nord eine positive Bilanz zur Halloween-Nacht. Die Lage blieb im gesamten Gebiet weitgehend friedlich. Stärkere Störungen oder protestbedingte Polizeieinsätze blieben weitgehend aus.
Die Anzahl der Einsätze in der Nacht auf Allerheiligen bewegte sich zwar über dem Niveau von 2025, die Höhe der entstandenen Schäden fällt jedoch niedriger aus, als in den Vorjahren.
Insgesamt rückten die Beamtinnen und Beamten zu 523 (Vorjahr 471) Einsätzen aus. Dabei wurden sie zu 75 (68) Ruhestörungen gerufen. In 13 (8) Fällen wurden Sachbeschädigungen mit einer Schadenshöhe von insgesamt 1 310 Euro (2 000 Euro) aufgenommen. Zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kam es 16 (11) mal, dabei wurden 13 (9) Personen leicht verletzt. Einsatzkräfte wurden nicht angegriffen oder verletzt.
In der Nacht wurden zudem 15 (2) Verkehrsunfälle aufgenommen. Eine Person wurde dabei leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von rund 76 000 Euro.
Als besonders herausragend können folgende Vorfälle mitgeteilt werden:
In Emmering brannte am Samstag, gegen 22.30 Uhr eine leerstehende Scheune. Das Gebäude war vor dem Brand bereits baufällig. Personen wurden nicht verletzt. Es wird von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen, die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck führt die weiteren Ermittlungen.
Der Polizeiinspektion Neufahrn b. Freising wurden Samstagabend Böllerschüsse im Bereich des S-Bahnhofs in Eching gemeldet. Ein 43-jähriger Echinger traf mehrere Jugendliche mit Böllern an und stellte diese zur Rede. Hierbei entwickelte sich zunächst eine verbalen Streitigkeit zwischen den jungen Männern und dem 43-Jährigen, die schließlich in einer Schlägerei endete. Hierbei wurden alle Beteiligten leicht verletzt. Die eintreffenden Streifenbesatzungen konnten die Streitenden schließlich trennen und die Situation beruhigen. Im weiteren Verlauf wurde bekannt, dass die Jugendlichen die mitgeführten Böller in einen Gullideckel geworfen hatten. Da es sich hierbei um noch nicht gezündete Böller handelte und zunächst unklar war, ob an den Böller technische Veränderungen vorgenommen wurde, wurde das Entschärfungskommando des bayerischen Landeskriminalamts hinzugezogen. Dieses übernahm die Bergung der Böller aus dem Gullideckel. Die beteiligten Jugendlichen müssen sich nun u.a. wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verantworten.
An zwei Gebäuden in Landsberg am Lech konnten Beschädigungen festgestellt werden, die auf Einschusslöcher schließen lassen. Aufgrund des noch völlig unklaren Sachverhalts ist noch nichts Näheres zu Tätern oder den Hintergründen bekannt. Verletzt wurde niemand. Ermittlungen laufen.
In Freising forderten mehrere Jugendliche von einem 12-Jährigen die Herausgabe von Süßigkeiten. Einer der älteren Jungen packte dazu den Jüngeren am Rucksack und wollte ihm einen angezündeten Böller hineinlegen. Dies missglückte allerdings. Verletzt wurde niemand.