BPOL NRW: Bundespolizei stellt größere Menge „Baller-Liquids“ sicher

Am gestrigen Nachmittag (2. November) händigte ein Mann im Rahmen einer Bundespolizeikontrolle zwei Getränkeflaschen im Herner Bahnhof aus. Während der Befragung erhärtete sich der Verdacht, dass es sich hierbei um eine illegale Flüssigkeit mit synthetischen Drogen handelt. Gegen 17:30 Uhr bestreiften Bundespolizisten den Bahnhof Herne. Beim Erblicken der Beamten machte dieser zuvor auf der Stelle kehrt und versuchte den Bahnhof zu verlassen. Der junge Mann händigte seine bulgarische Identitätskarte aus. Zeitgleich versuchte dieser eine mitgeführte Plastiktüte hinter seinem Rücken zu verstecken. Gegenüber den Uniformierten gab er an sich auf einem Spaziergang zu befinden. Die Frage, ob er gefährliche oder verbotene Gegenstände mit sich führen würde, verneinte der bulgarische Staatsangehörige ausdrücklich. Zudem gab er an, dass sich in der Plastiktüte lediglich Getränke befinden sollen. Nach erfolgter Aufforderung zeigte der Dortmunder dessen Inhalt. Die zwei Getränkeflaschen waren jeweils mit rosafarbenem Liquid und einer Gesamtmenge von 2,3 Litern gefüllt. Hierbei soll es sich um Zigarettenliquid für seine E-Zigarette handeln. Der Mann führte jedoch keine handelsübliche E-Zigarette mit Nachfüllbehälter mit sich. Gegenüber den Polizisten äußerte er, dass er einige Tropfen in eine Einweg-Vape reinträufle. Bei den Beamten erhärtete sich der Verdacht, dass es sich um das sogenannte "Baller-Liquids" handeln könnte. Dies ist eine illegale Flüssigkeit für E-Zigaretten, welche mit hochgefährlichen, synthetischen Substanzen versetzt sind. Während der polizeilichen Kontrolle klingelte das Mobiltelefon des Tatverdächtigen und im Display leuchtete der Kontakt "Bestellung Herne" auf. Äußern wollte sich der Dortmunder zu den Vorwürfen nicht und machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz ein. Rückfragen bitte an: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin Bundespolizeiinspektion Dortmund Pressestelle Anne Rohde Telefon: +49 (0) 231/ 56 22 47 - 1011 Mobil: +49 (0) 171/ 30 55 131 E-Mail: presse.do@polizei.bund.de Untere Brinkstraße 81-89 44141 Dortmund Weitere Informationen erhalten Sie unter oder unter oben genannter Kontaktadresse.